Großes Interesse für duales Studium

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Von Links: Harald Neubauer (stehend), Prof. Heinrich Köster und Anette Farrenkopf

Rosenheim - Bis zum Jahr 2025 rechnet die Agentur für Arbeit mit einem deutlichen Fachkräftemangel in der Region. Ein "duales Studium" soll zukünftige Arbeitskräfte fit machen.

Service:

Duales Studium boomt

„Der Fachkräftemangel zeichnet sich auch hier in der Region immer deutlicher ab. Bis zum Jahr 2025 - also in nur 14 Jahren - wird das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland um circa 6,5 Millionen sinken und diese Auswirkungen werden auch wir spüren. Der Wettbewerb um die besten Köpfe hat bereits begonnen!“ Mit diesen Worten begrüßte Harald Neubauer, Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur Unternehmen aus den Agenturbezirken Rosenheim und Traunstein. „Ich freue mich, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir mit der Veranstaltung den richtigen Nerv getroffen haben, denn Firmen werden bei der Personalgewinnung neue Wege gehen müssen. Einen dieser neuen Wege, nämlich das „Duale Studium“, möchten wir Ihnen gerne Praxis nah vorstellen.“

Großer Besucherandrang bei der Veranstaltung.

Anette Farrenkopf, Leiterin der Agentur für Arbeit Traunstein, betonte ebenfalls die Wichtigkeit der betrieblichen Aus- und Weiterbildung: „Die Hochschule Rosenheim ist auch für die Betriebe in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land ein wichtiger Partner. Ich denke, dass das duale Studium mit zu den interessantesten Angeboten gehört, um an starke, leistungswillige Nachwuchskräfte heran zu kommen und sie in der Region zu halten. Diese Veranstaltung hier in Rosenheim kann und wird hoffentlich viele Arbeitgeber davon überzeugen.“

Prof. Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, stellte „seine“ Institution mit circa 4 400 Studierenden, 23 Studiengängen an 7 Fakultäten und rund 140 Professorinnen und Professoren, kurz vor. Die Hochschule kann auf eine lange Tradition verweisen und hat bereits Erfahrung mit dual Studierenden. Prof. Dr. Fikentscher, ebenfalls von der Hochschule Rosenheim, ging näher auf den Studiengang Betriebswirtschaft ein, da gerade in diesem Bereich die Nachfrage von Studenten derzeit am größten ist. Petra Sagert (Career Center der Hochschule Rosenheim), Ansprechpartnerin für die Hochschule Dual, stellte in ihrem Vortrag das duale Studium näher vor. Es ist in Rosenheim als Verbundstudium oder mit vertiefter Praxis in verschiedenen Studienrichtungen (siehe Kasten) möglich. Beim Verbundstudium wird in einem „Rutsch“ ein Studium absolviert und gleichzeitig eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf gemacht. Bei der vertieften Praxis arbeiten die Studierenden während ihrer Studien freien Zeit im Unternehmen. Sowohl Petra Sagert, als auch Dr. Hanne Wimmer-Hegner, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit, konnten viele positive Punkte, sowohl für das Unternehmen, das ein duales Studium anbietet, als auch für den oder die dual Studierende/n aufzeigen.

Duales Studium an der Hochschule Rosenheim - Studiengänge die das duale Studium anbieten

Die anwesenden Firmenvertreter waren schnell von den Vorteilen überzeugt: Mit dem dualen Studium kann man junge, motivierte Fach- und Führungskräfte gewinnen. Ingenieure und Betriebswirte mit dieser Form des Studiums sprechen die Sprache der Facharbeiter. Sie sind als Mitarbeiter bereits mit dem Betrieb vertraut, es erübrigen sich dadurch kostenintensive Einarbeitungsprogramme. Für die Studierenden bedeutet das duale Studium ein erhebliches Maß an Engagement, denn wenn die anderen Studenten frei haben, müssen sie arbeiten. Aber sie können das erlernte Wissen zeitnah und regelmäßig anwenden, haben hervorragende Job- und Karrierechancen - bis zu 85 Prozent - werden anschließend übernommen. Durch die kontinuierlich bezahlte Vergütung haben die dual Studierenden finanzielle Sicherheit und sie können zum Ende des Studiums zwei Abschlüsse vorweisen (Verbundstudium) beziehungsweise mit einer erheblich höheren Praxiserfahrung als „normale Studierende“ in die Berufswelt starten (Vertiefte Praxis).

Eva-Maria Brandstätter und Nadine Ortner (Studierende) von der Dräxlmaier-Group schilderten anschaulich die direkte Umsetzung und Organisation im Betrieb. Das Unternehmen aus Vilsbiburg hat für mehrere Studienrichtungen bereits Erfahrung mit dem dualen Studium. Das Fazit der Studierenden lautete denn auch: „Es ist sehr empfehlenswert, ich würde mich jederzeit wieder für ein duales Studium entscheiden!“

Pressemitteilung Agentur für Arbeit - Rosenheim

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser