G8-Gymnasium: Erste Arbeiten vorgestellt

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Traunstein - Schülerinnen und Schüler des G8 am Chiemgau-Gymnasium stellten die Ergebnisse der ersten Seminare vor. Bei einem Planspiel wurde über Politik diskutiert, auch Prominenz war anwesend.

Die Ergebnisse der ersten W- und P-Seminare der neuen Oberstufe des G8 am Chiemgau-Gymnasium stellten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Präsentationsabends am Montag vor.

Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen sowie ein Literaturcafé in verschiedenen Räumen der Schule informierten über rund anderthalb Jahre intensiver Beschäftigung mit einem Themenbereich beziehungsweise einem Projekt.

Projektabend am Chiemgau Gymnasium

Die Seminare der gymnasialen Oberstufe bereiten auf die Hochschule und die Arbeitswelt vor. Das wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) und das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) vermitteln neben den fachlichen Kenntnissen vor allem auch methodische, soziale und personale Kompetenzen.

Sehen Sie hier die Beschreibung der Präsentationen

„Der Landtag sind wir!“

„Der Landtag sind wir!“ – Unter diesem Motto fand am Montag am Chiemgau-Gymnasium Traunstein auch ein Planspiel im Rahmen des Sozialkundeunterrichts der Jahrgangsstufe 10 statt. Thema waren mögliche Schulreformen in Bayern – etwa eine längere gemeinsame Grundschulzeit sowie die Abschaffung von Klassenwiederholungen. Angeleitet von Mitarbeitern des „Centrums für angewandte Politikforschung“ der Universität München, schlüpften die meisten Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Abgeordneten und nahmen an Fraktions- und Ausschusssitzungen sowie Lesungen im Plenum teil, während eine kleinere Gruppe die Aufgabe der Presse übernahm und Meldungen sowie Artikel über die Ereignisse im Bayerischen Landtag verfasste.

Nach den Fraktionssitzungen trafen die Parteien zur ersten Lesung im Plenum aufeinander und diskutierten sehr kontrovers über die Schulreformen. In den sehr konstruktiven Ausschusssitzungen einigte man sich schließlich darauf, dass die Grundschulzeit bei vier Jahren belassen werden soll und auch das „Sitzenbleiben“ nicht abgeschafft wird. Die Klassengröße sollte jedoch in den Kernfächern auf die Hälfte reduziert werden. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Fraktionen auf die entscheidende zweite Lesung vorbereiteten, wurden bei der abschließenden Abstimmung im Plenum die Beschlussempfehlungen der Ausschüsse bestätigt.

Im Anschluss an das Planspiel hatten die Schüler noch die einmalige Chance, die extra für dieses Projekt angereisten Politiker Maria Noichl (SPD), Anne Franke (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Steiner (CSU) über ihren Alltag als Landtagsabgeordnete zu befragen. Die Schüler interessierten sich vor allem für die Hintergründe des Verfahrens, mit dem sie zuvor im Planspiel ihre eigenen Gesetze entworfen, beschlossen und veröffentlicht hatten. Als besonders aufschlussreich empfanden sie die Erläuterungen der innerparteilichen Prozesse im Vorfeld der parlamentarischen Vorgänge. Die Schülerinnen und Schüler – wenn sie auch (noch) nicht alle politikinteressiert sind – waren durchweg begeistert von dem anschaulichen Planspiel und beteiligten sich eifrig an den Diskussionen.

Pressemitteilung Chiemgau-Gymnasium Traunstein / Sebastian Eismann, Marlene Hilbig, Jonas Kreiner, Alexandra Schroter, Klasse 10d

Quelle: chiemgau24.de

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