Knesinger Leser vom Durchgangsverkehr genervt

Lkw raus aus dem Dorf? So einfach geht's nicht

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Chieming - Schmale Straßen, kleine Ortschaften und trotzdem rumpelt ständig der Schwerlastverkehr durch? Ein User aus Knesing wünscht sich ein Durchfahrtsverbot für Lkw - doch das geht nicht ohne Weiteres.

Die Lage von Knesing, gekennzeichnet durch das rote X.

Ob man wirklich schneller ist, sei dahingestellt, doch unser Leser ist genervt vom Lkw-Abkürzungsverkehr durch Knesing: "Leider nutzen diese kleine Straße immer mehr Lkw-Fahrer als Verbindung von A8 und Traunreut/Trostberg", schreibt er auf dem Meldeportal "Pinweis". Es gäbe bessere, breitere Straßen wie über Sondermoning - oder entlang der Ausschilderung zur Autobahn über die B304. Aber ein Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr durchzusetzen ist alles andere als einfach. 

Konkret ist hier die Rede von der TS47, einer Kreisstraße. Genau wie Bundes- oder Staatsstraßen dienen sie in erster Linie zur Abwicklung des "überörtlichen Verkehrs, inklusive Schwerverkehr", meint die zuständige Verkehrsbehörde, in diesem Fall das Landratsamt: "Eine verkehrsrechtliche Einschränkung würde der Einstufung als Kreisstraße also widersprechen", so Landratsamt-Sprecher Roman Schneider.

Durchfahrtsverbote für Lkw bzw. "Tonnagebeschränkungen" dürfen nur dort angeordnet werden, "wo es aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist", so das Landratsamt. Also bei erheblicher Gefahrenlage oder aus bautechnischen Gründen, wie baufälligen Brücken: "Bei einer rechtswidrigen Sperrung hätte ein Lastwagenfahrer sogar die Möglichkeit gerichtlich dagegen vorzugehen", heißt es weiter aus dem Landratsamt. Die Knesinger werden also auch weiterhin mit durchfahrenden Brummis leben müssen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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