Großeinsatz in Chieming

Polizisten mit Messer und Hammer bedroht - SEK im Einsatz!

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Chieming/Arlaching - Zu einem Großeinsatz der Polizei, bei dem auch das Sondereinsatzkommando angefordert wurde, kam es am Samstag in Arlaching im Gemeindegebiet von Chieming:

Update 19.05 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Samstagmittag, 20.02.2016, lief im Raum Chieming ein für die Polizei aufwendiger Einsatz an. Bei einer polizeilichen Kontaktaufnahme an seiner Wohnung, zeigte ein 54-jähriger Mann ein Messer und eine Hammer vor, zudem äußerte er sich äußerst wirr und sehr aggressiv. Letztendlich musste er mit SEK-Unterstützung festgenommen werden.

Geräusche einer Motorsäge drangen aus der Wohnung

Gegen den Mann war ein richterlicher Beschluss erlassen worden, über den nun ein Gespräch mit der Polizei erfolgen sollte. Als Beamte der Polizeiinspektion Traunstein an seiner Wohnung mit ihm am Samstagmittag in Kontakt treten wollten, zeigte der Betroffene ein Messer und einen Hammer vor, zudem äußerte er sich äußerst wirr und auch aggressiv. Gegen weitere Gespräche sperrte er sich, auch waren im weiteren Verlauf aus der Wohnung Geräusche einer Motorsäge zu hören.

SEK-Einsatz am Samstag in Chieming

Unter Leitung der Polizeiinspektion Traunstein wurde ein größerer Einsatz aufgebaut. Andere Bewohner des Mehrfamilienhauses mussten aus dem Haus gebeten werden, Beamte umstellten das Gebäude. Sicherheitshalber wurden der Rettungsdienst und ein Notarzt zur Einsatzstelle beordert. Auch die örtliche Feuerwehr war vorsorglich mit 25 Einsatzkräften vor Ort.

Mann hatte Messer, Hammer und Machete

Besonders geschulte Beamte versuchten über viele Stunden wiederholt mit dem Mann in Kontakt zu treten und ihn zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Als dies nicht gelang, griffen Beamte eines Spezialeinsatzkommandos gegen 16 Uhr zu und verschafften sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung des Betroffenen. Dieser hatte seine Wohnungstüre auch mit einem Schrank verbarrikadiert und trat den Einsatzkräften mit einem Hammer und einem langen Messer gegenüber. Auch eine Machete trug der 54-Jährige bei sich. Zudem roch es in der Wohnung stark nach verschüttetem Benzin. Die Spezialeinsatzkräfte mussten den sich wehrenden Mann überwältigen und festnehmen. Dabei erlitt dieser leichte Verletzungen, die von Notarzt und Rettungsdienst vor Ort erstversorgt wurden, anschließend kam der Mann zur weiteren ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die eingesetzten Beamten bleiben unverletzt.

Der 54-Jährige, der sich offenbar in einer psychischen Ausnamesituation befand, wird nach jetziger Einschätzung in die Obhut einer ärztlichen Fachklinik übergeben.

Erstmeldung 18.28 Uhr

Nach ersten Informationen wollte die Polizei bei dem Mann aufgrund eines amtlichen Schreibens etwas mit dem Mann abklären. Der Polizei wurde allerdings die Türe nicht geöffnet. Stattdessen wurden die Beamten zuerst verbal beleidigt, ehe der Bewohner vom Fenster aus mit einem Messer und einem Hammer in der Hand die Beamten bedrohte. 

Daraufhin wurden mehrere Streifen zur Verstärkung angefordert. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Polizei, verweigerte der Mann den Beamten den Zutritt zu seiner Wohnung und verbarrikadierte sich in dieser. Als die Polizei dann motorsägen-ähnliche Geräusche aus der Wohnung hörten, zogen sie das SEK hinzu. Auch das SEK versuchte noch, den Mann zum Öffnen der Wohnung zu überzeugen. Dies gelang jedoch auch nicht und so entschloss man sich die Wohnung zu stürmen. 

Nach ersten Erkenntnissen wurde der geistig verwirrte Mann hierbei leicht verletzt. Zur Absicherung waren die Feuerwehren aus Ising und Seebruck im Einsatz. Das BRK stand mit einem RTW, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst in Bereitschaft.

FDL/BeMi

Quelle: chiemgau24.de

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