Widerstand wird immer vielfältiger

Thema Asyl kocht in Chieming hoch

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Chieming - Der Widerstand gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft "Am Winklzaun" wird immer vielfältiger: Nun will ein Anwohner auch gerichtlich vorgehen.

Bereits auf der Bürgerversammlung am Sonntag in Chieming wurde wieder klar, dass der Unmut über das geplante Asylbewerberheim groß ist. Manche der künftigen Nachbarn befürchten einen Wertverlust ihrer Häuser, überlegten aus der Straße "Am Winklzaun" wegzuziehen. Wie das Traunsteiner Tagblatt berichtete, geht Anwohner Enzinger nun auch gerichtlich gegen die Flüchtlingsunterkunft vor und klagt gegen den Freistaat Bayern.

Es ist nur eine weiterer Schritt, seit der Gemeinderat Anfang Dezember dem Flüchtlingsheim auf dem Grund von Bauunternehmer Aschl zustimmte. Bis zu 94 Personen werden unterkommen, die Unterkunft befindet sich momentan noch in Bau. Im Frühjahr oder Frühsommer könnte das Heim bezugsfertig sein.

Bauträger Sebastian Aschl Junior hatte zuerst mit Schmäh-Graffitis an der Wand zu kämpfen: "Versager" wurde ihm zwei Mal auf die Hausfassade gesprüht. Während der Bürgerversammlung am Sonntag wurden nun die Autos von Bürgermeistern und Gemeinderäten zerkratzt. Nicht das erste Mal: Bereits bei einer Informationsveranstaltung im November traf es die Autos der Bürgermeister.

Nun schätzt die Polizei den Gesamtschaden an den Autos auf etwa 7000 Euro und hält einen Zusammenhang mit der Asyl-Thematik für möglich.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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