Shopping für’s Klima

Der "Klimaladen" macht Halt im Gymnasium Ising

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Fünftklässler lernen die verschiedenen Prüfsiegel bei Kleidung kennen

Chieming - "Was hat mein Konsum mit dem Klima zu tun?" Dieser Frage stellten sich die Schüler des Gymnasiums Ising in dieser Woche.

Unter der Anleitung der Referentin Martina Mitterer, die das EuRegio- Projekt "Klimaladen" an den Schulen mitunter leitet, setzten sich die Schüler mit ihrem eigenen Einkaufsverhalten bei Lebensmitteln, Mode oder Schreibwaren auseinander. Zuerst erklärten sich die beteiligten Klassen gegenseitig, was man unter dem Begriff "Klima" überhaupt versteht und wie es durch Klimagase auf unterschiedlichen Wegen beeinflusst und verändert wird. 

Klimafreundlich Einkaufen?

Und dann gingen die Isinger Unterstufenschüler zum Shoppen: verpackte oder frische Waren, bio oder konventionell, regional oder mit weitem Transportweg, saisonal oder nicht, Fastfood oder Slowfood - es gibt viel Auswahl in unseren Supermärkten - und so auch im Klimaladen. Alle Produkte sind mit dem Ampelsystem versehen und bei der anschließenden Auswertung zeigt sich, dass die Gymnasiasten alle unterschiedlich einkaufen. "Wir haben neun rote Produkte und 21 grüne", stellen die einen stolz fest, andere haben über 40 rote und damit klimaunfreundliche Produkte in ihrem Warenkorb. "Das war die Tiefkühlpizza und die Erdbeeren im Winter", wird dann auch kleinlaut festgestellt. 

"Wir geben hier die Initialzündung", erklärt Martina Mitterer. "Wir hoffen, dass sich jeder Schüler zumindest eine Kleinigkeit bewusst macht und diese in seinem Leben ändert!" Insbesondere beim Thema Handy sind die Schüler hellhörig geworden. "Das ist ja brutal, dass wir unseren Spaß mit unseren Handys haben, und da, wo sie hergestellt werden, sterben Menschen deswegen!", so der Fünftklässler Felix Obermaier. 

Die Ideen zur Veränderung waren vielfältig und motiviert, sich dem Klimaschutz verantwortungsbewusst zu widmen, verließen die Schüler den Klimaladen - sehr zum Stolz der Isinger Biologielehrerin Dagmar Poll, die den "Klimaladen" im Sinne einer nachhaltigen Umweltbildung immer wieder nach Ising holt. Dieses Projekt des Landratsamts Traunstein, des Regionalverbands Salzburger Seenland sowie des Landratsamts Berchtesgaden wurde bereits im Oktober 2015 mit dem höchsten deutschen kommunalen Klimaschutzpreis ausgezeichnet.

Christine Linner

Quelle: chiemgau24.de

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