Zankapfel Ortsumfahrung

Hohe Rücklaufquote bei Bürgerbefragung

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Chieming - Das Projekt ist umstritten: Soll die Gemeinde die ersten Schritte der Ortsumfahrung selbst in die Hand nehmen? Zwei Wochen wurden die Bürger nun per Brief selbst befragt.

Der Freistaat hat die Chieminger Ortsumgehung zwar schon im Auge, aber eine Umsetzung ist vor dem Jahr 2025 auf Grund der Priorisierung unwahrscheinlich. Ein Förderprogramm gibt den Kommunen aber die Möglichkeit, dringend benötigte Straßenbauprojekte mit finanzieller Eigenbeteiligung selbst anzustoßen: Im Falle der Chieminger Umfahrung kämen auf die Gemeinde rund 3,5 Millionen Euro an Kosten zu.

Zwei Wochen waren die Bürger gefragt

"Soll die Gemeinde Chieming die Planungen zur Ortsumgehung sowie die anschließenden Bauarbeiten bereits vorab unter Eigenbeteiligung durchführen?" So lautete die zentrale Frage, die den Bürgern der Gemeinde am Chiemsee in einer schriftlichen Befragung nun gestellt wurde. Bevor man tiefer in die Pläne einsteigt, will man die Chieminger selbst befragen. Zwei Wochen lang war dafür nun Zeit, bis zum gestrigen Dienstag konnten die Zettel im Rathaus abgegeben oder direkt zum Büro "Ingevost" eingeschickt werden, das die Befragung auswerten wird. Dem ersten Anschein nach scheint die Rücklaufquote gut zu sein.

4258 Fragebögen wurden ausgeschickt, über 1550 kamen bereits bei dem Münchner Büro an. Dazu kommen weitere geschätzt 500, die direkt bei der Gemeinde abgegeben wurden - und weil der Poststempel vom 24. November gilt, werden auch noch einige weitere hinzukommen. "Wir werden dann eine Rücklaufquote von der Hälfte oder gut der Hälfte haben", so Christian Fahnberg von "Ingevost" im Gespräch mit chiemgau24.de. Allein am gestrigen Dienstag haben ihn 220 Briefe aus Chieming erreicht.

Viele nutzten Platz für eigene Anmerkungen

Fahnberg und seine Mitarbeiter werden bis etwa Mitte Januar alle Briefe auswerten, um so die Meinung der Chieminger zu analysieren: Anonym und neutral, wie betont wird. Die genaue Auswertung wird auch deswegen so lange dauern, weil die Bürger die Umfahrung nicht nur ablehnen oder ihr zustimmen konnten, sondern weil in den Briefen auch Platz für weitergehende, ausformulierte Meinungen gelassen wurden: "Ich hätte nicht gedacht, dass die Streuung der Gedanken so breit ist", sagt Fahnberg bei einem ersten Blick über die eingesandten Antworten. Über 300 Chieminger hätten den Platz genutzt - von kurzen Statements bis anderthalb Schreibmaschinenseiten sei alles dabei, so Fahnberg.

Bindend ist die Bürgerbefragung für die Gemeinde nicht - aber zum umstrittenen Projekt und einem eventuellen Baubeginn auf eigene Faust die Meinung der Bürger einzuholen, kann nur richtig sein.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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