Planspiel: 140 Jugendliche im Bundestag

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Josef Parzinger und Bärbel Kofler bei Filmaufnahmen.

Berlin/Bergen - Zweieinhalb Tage haben die Jugendlichen aus ganz Deutschland wie in der SPD-Fraktion gearbeitet. Die Ergebnisse sind auch für die Abgeordneten erstaunlich.

140 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland waren beim ersten, zweieinhalb Tage dauernde "Planspiel Zukunftsdialog" der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin dabei. Die Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende aus ganz Deutschland schlüpften in die Rolle der Abgeordneten und erarbeiten politische Vorschläge zu wichtigen Zukunftsthemen wie Bildung oder Integration. Mitten unter Ihnen: Josef Parzinger aus Bergen.

Um rechtzeitig in Berlin zu sein musste der junge Chiemgauer bereits um 5:40 Uhr in Rosenheim im Zug sitzen. In der Hauptstadt angekommen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der parlamentarischen Geschäftsführerin und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Petra Ernstberger und Frank-Walter Steinmeier, begrüßt. Im Anschluss teilten sich die Jugendlichen in schon im Vorfeld ausgewählte Arbeitsgemeinschaften (AG) auf. "Ich hatte mich für die AG Wirtschaft und Technologie entschieden und unsere Aufgabe war es, einen Antrag zum Thema Fachkräftemangel zu formulieren. Nach einer längeren grundsätzlichen Diskussion haben wir uns dann in Kleingruppen daran gemacht, Teilaspekte zu formulieren.

Besonders spannend war, dass wir unseren fertigen Antrag der wirklichen AG Wirtschaft und Technologie der SPD-Bundestagsfraktion vorstellen konnten und mit den Abgeordneten über unsere Vorschläge inhaltlich diskutieren konnten", so Josef Parzinger. Für den jungen Bergener, der sich als stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos Traunstein auch selbst politisch engagiert, war interessant zu sehen, wie schwierig die Entscheidungsfindung auch innerhalb einer Fraktion ist: "Teilweise wurde über bestimmte Punkte heftig gestritten. Aber letztendlich kamen wir erst innerhalb der Arbeitsgemeinschaften und später in der gesamten Fraktion zur Annahme der erarbeiteten Anträge." Bereits vor den Tagen in Berlin nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Internet (zukunftsdialog.spdfraktion.de) um sich abzusprechen und über die Themen auszutauschen. "Unser späterer Fraktionsvorsitzender hat sich seine Stimmen über facebook im Vorfeld schon gesichert, in dem er sich dort vorgestellt und vernetzt hat", so verdeutlicht Josef Parzinger den Stellenwert der neuen Medien.

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Arbeiten wie die Politiker im Bundestag

Für Bärbel Kofler ist das Ziel des neuen Projekts Planspiel Zukunftsdialog aufgegangen: "Wir wollen junge Menschen an Politik auf der eher abstrakten Bundesebene beteiligen - in der Kommunalpolitik gelingt so etwas leichter, weil die zu planenden Projekte sehr konkret und greifbar sind. Als Fraktion sind für uns die Anregungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Planspiels sehr interessant. Ich bin froh, dass ich gleich beim ersten Mal einen jungen Menschen aus meinem Wahlkreis nach Berlin schicken konnte!"

Ein weiterer Höhepunkt waren Filmaufnahmen mit jungen Berliner Filmemacherinnen, die Josef Parzinger und Bärbel Kofler gemeinsam am Rande des Planspiels interviewten. "Faszinierend an dem Planspiel war wie realitätsnah es ablief", erzählt der Bergener und fügt an: "Die Auseinandersetzung mit aktuellen bundespolitischen Themen an den Originalschauplätzen in Berlin und der Zeitdruck, unter dem Entscheidungen oft fallen müssen waren sehr interessant selbst zu erleben. Und nicht zuletzt hat mich auch der Austausch mit politisch interessierten jungen Menschen aus ganz Deutschland sehr begeistert." Das zweieinhalb Tage dauernde Planspiel soll, positive Bewertung durch die Teilnehmer vorausgesetzt, im kommenden Jahr wiederholt werden.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Dr. Bärbel Kofler, MdB

Quelle: chiemgau24.de

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