Neue Glasanlage: 28.000 Flaschen pro Stunde

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Auf die Plätze fertig los. Mit dem Druck auf den roten Knopf setzten Weihbischof Engelbert Siebler, Volker Kronseder von der Krones AG, Landrat Hermann Steinmaßl und Generaloberin Sr. M. Theodolinde Mehltretter.

Bad Adelholzen - Die Adelholzener Alpenquellen haben am Freitag ihre neue Glasanlage eingeweiht. Mit dieser technischen Innovation werden 28.000 Flaschen in der Stunde abgefüllt.

Eine neue und moderne Glasanlage nahmen die Adelholzener Alpenquellen am Freitag Nachmittag in Betrieb und trugen damit der gestiegenen Nachfrage nach Glas Individualgebinden Rechnung. Vor rund 150 geladenen Gästen aus Kommunalpolitik, Kirche und Wirtschaft sowie Teilen der Belegschaft wurde die Anlage, die die Abfüllung von bis zu 28.000 Flaschen pro Stunde in sieben verschiedenen Flaschenformaten ermöglicht, feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen. Die Anlage ist ein „Vollflascheninspektor“. Dieser ermöglicht die exakte Untersuchung der Flaschen auch auf minimalste Fremdstoffe. Die schonende Behandlung der Glasflaschen ermögliche deren Wiederverwendung von bis zu 50 mal heißt es von Seiten der Firma. Energetisch sei die im September 2011 geplante Anlage, mit deren Bau ein Jahr später, im September 2012 begonnen wurde auf dem allerneuesten Stand. Außerdem wurde ein neuer Anbau an die Verladehalle eingeweiht, mit der die Beladung von fünf Lastkraftwagen möglich ist und nach der Beladung eine entsprechende Durchfahrtmöglichkeit bietet. Der Bau der Verladehalle umfasst 1.500 Quadratmeter. Alleine in die Glasanlage A 5 hat der Betrieb rund 14 Millionen Euro investiert.

417,5 Millionen Abfüllungen in einem Jahr

Stefan Höchter, Geschäftsführer der Adelholzener Alpenquellen GmbH betonte in seiner Begrüßung, dass man in Rekordzeit und pünktlich die gesamte Maßnahme fertig bekommen habe. Man habe mit 417,5 Millionen Füllungen das bisher beste Absatzjahr und „Wachstum in allen Bereichen“ wie er erfreut ausführte. Dies sei vor dem Hintergrund einer Branchenstagnation umso bedeutender. Adelholzener Glasflaschen hätten eine hohe Akzeptanz bei den Markenkäufern. „Die Anlage ist dringend erforderlich“ betonte der Geschäftsführer. In seinen Dank an die Mitarbeiter aber auch die Genehmigungsbehörden schloss er vor allem die Verantwortlichen in der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ein, die die angetragenen unternehmerischen Entscheidungen mit „Mut und Weitsicht“ begleiten würden.

Neue Glasanlage eingeweiht

Die „Huberbuam“, die beiden Extrem-Bergsteiger und Kletterer Thomas und Alexander Huber schilderten anschließend in lockerer, humorvoller und spannender Weise, ihre letzte Extrem-Besteigung auf der Baffininsel, der größten Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels (siehe nebenstehender Bericht). Der Anruf und die Schilderung der nicht ungefährlichen Abenteuer der beiden Werbeträger der Adelholzener Alpenquellen bei der Generaloberin Sr. M. Theodolinde Mehltretter bedeute für diese dann immer, „dass ich wieder für euch bete.“

Die Generaloberin betonte in ihren Ausführungen die lebensspendende Bedeutung des Wassers: „Ohne Wasser gibt es kein Leben“. Den Bestrebungen der Europäischen Union, die Wasserversorgung der Bevölkerung in die Hände von Großkonzernen zu legen, erteilte sie eine klare Absage. Sie machte deutlich, dass der Getränkemarkt großen Veränderungen unterworfen sei. Habe PET das Glas verdrängt, würden nun wieder mehr Glasflaschen nachgefragt. Sie forderte die Anwesenden auf, Gott für das „kostbare Gut Wasser“ zu danken.

Grußworte kamen auch vom Vorstandsvorsitzenden des Neutraublinger Maschinen- und Anlagenbauers Krones AG, Volker Kronseder sowie Landrat Hermann Steinmaßl und den beiden Gemeindebürgermeistern Thomas Kamm aus Siegsdorf und Bernd Gietl aus Bergen.

Landrat Hermann Steinmaßl lobte „Adelholzener Wasser“ als bedeutend für die Region. Die Firma sei ein „wichtiges Unternehmen, ein sozialer Anker.“ Tradition sei hier groß geschrieben. Man bleibe aber nicht in altem stehen, sondern entwickle sich weiter. „Aber aus der Tradition heraus“ sagte Steinmaßl. Auch für die Firmenleitung hatte er ein Lob parat: Man habe „ein Gespür, wo es hingeht“ so der Landrat, der Wasser und Glas als einen Inbegriff der Sauberkeit eng verknüpft sehe. Er freue sich, dass die Firma Adelholzener Alpenquellen nicht zuletzt auch aufgrund der regen Exporttätigkeit „den Chiemgau in die ganze Welt bringe.“

Respektvolle Partnerschaft

Krones-Vorstandsvorsitzender Kronseder betonte die gute Zusammenarbeit beider Firmen: „Alle Krones-Mitarbeiter sind Fans von Adelholzener.“ Man pflege eine respektvolle und gute Partnerschaft, wisse aber auch, dass der Kunde hohe Anforderungen stelle. Die Anlage habe in der Branche große Beachtung gefunden. Die Flaschenreinigungsmaschine in der Anlage sei „das I-phone unter den Flaschenreinigungsmaschinen, das I-Wash“ sagte der Vorstandsvorsitzende nicht ohne Stolz. „Wir sind als Krones stolz, dass wir ein kleines Stück zu dem Erfolg der Adelholzener Alpenquellen beitragen können.“

Die Firma verhelfe seiner Gemeinde zu einer besonderen Bekanntheit führte Bürgermeister Kamm aus. „Wir haben uns stets auf sie verlassen können, und sie können sich auf uns verlassen.“ Sein Amtskollege Gietl betonte, dass die Adelholzener Alpenquellen sehr gut zu dem Image des Chiemgaus passen würden, man können in einer herrlichen Gegend leben und arbeiten. Das Unternehmen sei ein „hervorragender Werbeträger“ für die Region. „Ich wünsche ihnen viele durstige Kunden“ war sein Wunsch in Richtung Firmenleitung.

Im Nachgang der Grußworte wurde die Anlage von Weihbischof Engelbert Siebler aus München im Rahmen eines Rundgangs feierlich eingeweiht und um den Segen Gottes für den Betrieb der Anlage gebeten. Zuvor nahm dieser ebenfalls zu den geplanten EU-Richtlinien in Sachen Wasser Stellung: „Wasser kann nicht einer Firma gehören, Wasser ist Mittel zum Leben.“ Man müsse vorsichtig sein, es „irgendwelchen Value-holders zu übergeben.“ Er sei - an die Generaloberin gewandt – froh und dankbar, dass Adelholzener „das Geschenk der Schöpfung Gottes so nahe bringe.“ Er bete nicht für die Anlage und die Halle, sondern für die Menschen, die hier praktisch ihr ganzes Leben verbringen würden sagte der Weihbischof.

awi

Quelle: chiemgau24.de

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