Finanzdrama um Fußball-Traditionsklub

1,2 Millionen Euro Miese: Austria Salzburg insolvent

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Salzburg - Der SV Austria Salzburg ist insolvent. Der Traditionsklub will aber trotzdem den Spielbetrieb in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse, der Sky Go-Erste Liga, aufrechterhalten.

Am Mittwoch gab der Fußballverein in einer Pressemitteilung bekannt, dass man ein Sanierungsplanverfahren eingeleitet habe. Dieser Schritt sei notwendig geworden, da man durch die Umbaumaßnahmen von gleich zwei Stadien, dem eigenen MyPhone-Austria-Stadion und dem Ausweichstadion in Schwanenstadt, Verbindlichkeiten angehäuft hatte. Der Plan sieht nun vor, binnen zwei Jahren mindestens 20 Prozent der Verbindlichkeiten abzutragen. Der Klub stellte aber gleichzeitig deutlich heraus, dass das Sanierungsverfahren keinesfalls mit einem Konkurs gleichzusetzen sei.

"Ich denke, dass es wahnsinnig wichtig ist, diesen Schritt zu gehen, um die Austria dahin gehend zu retten, dass der Verein nicht komplett zerschlagen wird und man wieder von vorne beginnen muss", sagte der geschäftsführende Vorstand Fredy Scheucher gegenüber salzburg24.at.

Wie hoch das Defizit der Austria genau ist, darüber kann nur spekuliert werden. Die österreichische Zeitung Krone schreibt von etwa 1,2 Millionen Euro. Dennoch will man bei den Violetten den Spielbetrieb aufrechterhalten und den Abstieg aus der Ersten Liga auf sportlichem Weg verhindern. "Die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs sind aus heutiger Sicht gesichert", heißt es in der Mitteilung weiter – auch wenn das (finanzielle) Schicksal der Salzburger in Zukunft bis auf weiteres in den Händen eines Insolvenzverwalters liegt.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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