Erstmalig an der Salzburger Universitätsklinik

Neue Speiseröhre für die kleine Bobbi

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Salzburg - Eigentlich waren die Eltern der kleinen Bobbi im entspannten Skiurlaub. Weil sich das Kind im Mutterleib zu wenig bewegte, wurde sie per Kaiserschnitt geholt. Eine genaue Untersuchung brachte dann eine Fehlbildung der Speiseröhre zu Tage.

Die Eltern der kleinen Bobbi kommen aus Amsterdam und befanden sich im Skiurlaub im Salzburger Land, als man aufgrund von verminderten Kindesbewegungen die Entbindung per Kaiserschnitt im Krankenhaus Schwarzach Anfang März durchführte.

Bobbi hatte ein Geburtsgewicht von 2.170 Gramm. Bei genaueren Untersuchungen bemerkte man, dass die kleine Bobbi eine angeborene Speiseröhrenfehlbildung hatte, eine Ösophagusatresie. Die Ösophagusatresie ist eine sehr seltene Fehlbildung der Speiseröhre, die in verschiedenen Formen vorkommt. 

Im Falle von Bobbi handelte es sich um eine Kontinuitätsunterbrechung bei der der obere Anteil der Speiseröhre blind endet und der untere Anteil mit der Luftröhre verbunden ist, eine sogenannte Ösophagusatresie mit tracheoösophagealer Fistel Vogt IIIb. Daraufhin wurden Bobbi und seine Mutter zur weiteren Diagnostik und Therapie auf die neonatologische Intensivstation im Salzburger Perinatalzentrum (Eltern-Baby-Zentrum) transferiert.

Trotz intensiver Bemühungen seitens der Familie und der Neonatologie konnte Bobbi zur weiteren Versorgung nicht in die Niederlande verlegt werden. Am 09.03.2016 führten Prof. Metzger und sein Team schließlich bei einem Körpergewicht von knapp 2000g die minimalinvasive Rekonstruktion dieser Fehlbildung durch (thorakoskopische Fistelligatur und thorakoskopische End-zu-End-Anastomose). 

Der Verlauf während und nach der Operation war völlig problemlos. Die Röntgenuntersuchung der Speiseröhre zeigte ein sehr gutes Ergebnis nach dieser Speiseröhrenrekonstruktion. Bobbi nahm schnell an Gewicht zu, sodass sie am 04.04.2016 per Flug in die Niederlande nach Hause entlassen werden konnte. In einem Jahr werden Bobbi und ihre Eltern die Uniklinik für Kinder- und Jugendchirurgie zu einer Nachuntersuchung besuchen.

Pressemitteilung Uniklinikum Salzburg 

Quelle: rosenheim24.de

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