Wirtschaftsförderung kooperiert mit Uni Salzburg

Ist autonomes Fahren die Zukunft?

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Autonomes Fahren

Salzburg - Das autonome Fahren ist am Donnerstag Thema der Messe für Geoinformatik, AGIT, an der Universität Salzburg. Ein heikles Thema – auch weil ein Tesla-Fahrer soeben tödlich verunglückte.

Sicher und schnell ans Ziel ankommen. Das verspricht das autonom fahrende Automobil. Welche Vorteile das Auto der Zukunft darüber hinaus bringt, wollen Experten an diesem Donnerstag in der Zeit von 11.30 bis 18 Uhr auf der renommierten Messe für Geoinformatik, AGIT, an der Universität Salzburg diskutieren.

Wirtschaftsförderung Berchtesgadener Land

Die Wirtschaftsförderung Berchtesgadener Land ist dabei Mitveranstalterin des Forums zum autonomen Fahren. „Mehrere Firmen im Netzwerk Satellitennavigation (SatNav) Berchtesgadener Land - Salzburg befassen sich mit modernen Verkehrskonzepten. 

Wir freuen uns daher, auf der AGIT die Kompetenz der Unternehmen in dieser Querschnittstechnologie darstellen zu können“, betont WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Birner. 

Neben Netzwerkmanager Lars Holstein von der Wirtschaftsförderung sind der Freilassinger SatNAV-Firmenpartner TraffiCon und die österreichische Firma Prisma Solutions Mitveranstalter des Spezialforums.

Tesla-Crash: Wie gefährlich ist das autonome Fahren wirklich? 

Weil schon heute Fahrzeuge immer stärker untereinander und mit der Infrastruktur vernetzt werden, zum Beispiel an Bahnhöfen und in Parkhäusern, ist eine Kernfrage des Spezialforums, wie Geodaten für die Entwicklung des autonomen Fahrens genutzt werden und wie die Branche davon profitiert. 

Kontrovers erörtert werden auch die gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekte des autonomen Fahrens: Kann etwa ein autonom fahrendes Auto einen Strafzettel erhalten? Vor dem Hintergrund des fatalen Unfalls mit einem autonom fahrenden Tesla, stellt sich allerdings auch die Frage nach den Gefahren solcher hochkomplexen Systeme

Dazu erklärt der Automobilexperte Dipl. Ing. (FH) Andreas Burkert auf Anfrage von BGLand24.de, dass „das automatisierte Fahren im Straßenverkehr künftig Leben retten wird“. Der Fachjournalist und Buchautor beobachtet die aktuellen Entwicklungen seit langem und ist von den Vorteilen des „vernetzen Fahrens“ überzeugt.

Teslas großer Fehler 

Doch er mahnt, dass „das übereilte Aufrüsten der Fahrzeuge mit den dafür benötigten vernetzten Systemen Leben vermutlich gefährden wird“. 

In seinem Beitrag „Autonomes Fahren: Teslas großer Fehler" hat er das grundlegende Problem analysiert. „Seriöse Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden derzeit von einem regelrechten Hype überschattet und die zu lösenden Hausaufgaben oft unterschätzt“, kritisiert Burkert vor allem die Entwicklungsmethodik des US-Amerikanischen Autoherstellers Tesla. 

Seiner Ansicht nach ist das Vorgehen deutscher Automobilentwickler mit ihrem System Engineering die einzige Möglichkeit, solch „hochkomplexe Fahrerassistenzsysteme auch hinsichtlich der funktionalen Sicherheit zu optimieren“.

Vor diesem Hintergrund hält er auch das mit Mobilitätsexperten besetzte Spezialforum für wichtig. Es richtet sich an alle Unternehmer und Wissenschaftler die an intelligenten Mobilitätslösungen arbeiten, an Verkehrsexperten in Behörden und Organisationen sowie an alle Geoinformatiker und interessierte heimische Unternehmer.

 Informationen und das Programm zum Spezialforum gibt es unter agit.at.

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