Verhandlung in Salzburg gestaltete sich schwierig

Bettler verprügeln Flüchtling: Urteil gefallen

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Salzburg - Die österreichische Justiz reagierte schnell: Noch nicht mal einen Monat ist es her, dass eine Gruppe rumänischer Bettler am Salzburger Hauptbahnhof einen irakischen Asylbewerber mit Schlägen und Tritten malträtierte - nun fiel das Urteil.

Fünf Rumänen standen in Salzburg vor Gericht: Am Abend des 6. Oktober hingen sie am Hauptbahnhof herum, tranken Bier. Als sich ein irakischer Flüchtling zu ihnen gesellen wollte, wurde der 27-Jährige provoziert, der Asylbewerber versuchte zu entkommen. Auf der Rainerstraße holten ihn die rumänischen Bettler schließlich ein, auf den Iraker wurde mit den Füßen eingetreten und "äußerst brutal eingeschlagen", wie die Salzburger Polizei mitteilte. Dem Iraker wurde das Jochbein, Augenhöhle und der Kiefer gebrochen.

Die mehrstündige Verhandlung nun in Salzburg gestaltete sich schwierig, weil sowohl die Angeklagten als auch das Opfer alkoholisiert waren, wie Infomediaworx berichtet. Die Rumänen wurden nicht, wie vom Staatsanwalt gefordert, wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, sondern vier von ihnen kamen mit einer Anzeige wegen "Raufhandel" (in Deutschland "Beteiligung an einer Schlägerei") davon, wie Infomediaworx berichtet - ein bis drei Monate Haft auf Bewährung.

xe

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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