Burghauser Angebot für Austria Salzburg

Kickt die Ösi-Liga bald in Deutschland?

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Der Inzeller Matthias Öttl im Trikot von Austria Salzburg.

Salzburg/Burghausen - Ein Club auf Stadionsuche: Inzwischen ist Red-Bull-"Gegenverein" Austria Salzburg von ganz unten in die zweithöchste Liga Österreichs aufgestiegen. Doch das eigene kleine Stadion in Maxglan wird für Risikospiele nicht zugelassen - nun kam ein Angebot aus Burghausen.

Es war die Antwort der Fans auf die Übernahme des Salzburger Fußballs durch Red Bull im Jahre 2005: Der Energy-Drink-Produzent liquidierte jede Geschichte aus der Salzburger Austria, doch die Anhänger fingen unter dem "alten" Namen wieder ganz von vorne an. In den vergangenen Jahren kämpfte sich die Austria kontinuierlich von der untersten österreichischen Spielklasse hinauf in Liga 2 - doch im Profifußball angekommen drohte dem Verein jetzt der Lizenzentzug: Für die sogenannten Risikospiele gegen Wacker Innsbruck und LASK Linz wurde das Stadion im Salzburger Stadtteil Maxglan nicht zugelassen. Die erste Heimpartie gegen den Erzrivalen aus Tirol musste daher vor leeren Rängen stattfinden.

Wohin also ausweichen? Der Verein war und ist fieberhaft auf Stadionsuche für die Schlagerspiele. Verhandlungen wurden geführt, doch man blitzte jedes Mal ab: Aus Spielen in der Red-Bull-Arena oder den Stadien in Grödig und Innsbruck wird nichts. Und die Zeit drängt, denn bereits am 23. Oktober steht das nächste "Risikospiel" gegen LASK Linz auf dem Programm. Könnte der Salzburger Traditionsverein also nicht auch im Nachbarland kicken? Wie die Salzburger Nachrichten meldeten gab es tatsächlich Angebote: Sowohl der SV Wacker Burghausen als auch Waldhof Mannheim boten der Austria ihre Arenen an. Die dortigen Stadien wären mit 10.000 bzw. 27.000 Plätzen groß und modern genug.

"Traditionsverein hilft Traditionsverein" war das von Austria Salzburg ausgegebene Motto. Doch auch aus Spielen in Burghausen oder gar Mannheim wird nichts: "Spiele von Bundesligisten sind in Österreich auszutragen" hieß es vom österreichischen Verband gegenüber den Salzburger Nachrichten. Nun bleibt der Austria für die nächste Risikopartie gegen Linz nur noch eine Alternative: Ausgerechnet im oberösterreichischen Schwanenstadt könnte man das "Heimspiel" austragen - obwohl die Anreise für die Linzer Anhänger dort kürzer ausfallen wird, als für die "Violetten". Zu allem Überfluss läuft's auch sportlich alles andere als rund: Die Austria, bei der auch der Inzeller Matthias Öttl kickt, kämpft gegen den Abstieg.

xe

Quelle: rosenheim24.de

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