Fliegerbombe in Salzach gefunden!

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Der Bombenentschärfer mit der Bombe. Auf der Bombe liegen die Zünder.

Salzburg - Ein Baggerfahrer hat am Donnerstagnachmittag eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe gefunden. Das Kolpinghaus musste zum Teil evakuiert werden.

Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am 1. Dezember ein Baggerfahrer auf der Kraftwerksbaustelle Salzburg Lehn ausgebaggert.

Er war gerade dabei, Flusssteine zu setzen, weil in den nächsten 14 Tagen die Salzach umgelegt werden soll und diese dann durch das neue Wehrtor Bauwerk fließt.

Der Baggerfahrer reagierte sofort umsichtig - was auch kein Wunder ist, denn es war bereits sein 17. Bombenfund - und alarmierte sofort die Kollegen sowie die Bauleitung. Das Baustellengelände wurde sofort von den Arbeitern geräumt und die Polizei verständigt. Diese ließ sofort das Kolpinghaus zum Teil evakuieren und einen Wohnblock, der direkt an der Baustelle steht, räumen.

Die Spezialisten des Landeskriminalamtes für Sprengstoffe begutachteten daraufhin den Blindgänger und stellten fest, dass es sich um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte.

Fotos vom Bombenfund in Salzburg

Diese Bombe hatte eine Kombination von zwei konventionellen Aufschlagzündern und damit die Zündungsart, die am ungefährlichsten ist, wenn sie als Blindgänger liegen bleibt.

Erheblich gefährlicher sind sogenannte Verzögerungs- oder Zeitzünder. Diese haben eine chemische Kapsel im Inneren, wenn diese zerbricht, dann führen die freigesetzten chemischen Stoffe nach einer gewissen Verzögerungszeit zur Detonation.

Dieser Sprengkörper war jedoch nach den Angaben des Entminungsdienstes aus Linz in einem sehr guten Zustand. Deshalb gelang es den Spezialisten auch, die Zünder sehr schnell aus dem Sprengkörper zu entfernen und somit zu entschärfen.

Nach erfolgreicher Entschärfung konnte die mit 125 Kilogramm TNT gefüllte Bombe in den Transporter der Entschärfer geladen werden. Nun wird die Bombe nach Linz und später nach Arnstein gebracht, wo sie kontrolliert gesprengt wird.

Die Evakuierungen konnten gegen 19.30 Uhr endgültig aufgehoben werden.

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