In zwei Stunden durch den Königssee

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Herzliche Umarmung von Leonie Horn für ihren tapferen Vater Michael.

Schönau am Königssee – Leonie Horn und ihr Vater Dr. Michael Horn haben es geschafft und einmal den Königssee der Länge nach durchschwommen: **neu: ausführlicher Bericht mit Bildern**

Rund 200 Zuschauer und Ski-Olympiasiegerin Hilde Gerg spendeten nicht nur Geld für einen guten Zweck – Interact Club Berchtesgaden und Rotary Club Bad Reichenhall / Berchtesgaden – sondern auch reichlich Beifall, als die beiden Ramsauer Sportler an der Königsseer Schiffsanlegestelle dem frischen Bergwasser entstiegen.

Kurz zuvor umarmte die bestens trainierte Triathletin Leonie Horn ihren Vater Michael herzlich – er hatte wacker durchgehalten. Im Anschluss mussten die beiden noch einen kleinen Presse-Marathon überstehen, stellten sich aber gern allen Fragen und Bildwünschen der Fotografen.

„Ich wollte helfen, indem ich an meine Grenzen gehe“, so Dr. Michael Horn, als der Puls wieder ein wenig nach unten gegangen war. 10.000 Euro für das Kriseninterventionsteam Berchtesgadener Land, weitere 10.000 Euro für eine Geburtshilfestation in Ghana.

Gratulanten erwarteten die beiden zuhauf. Sie waren alle an die Seelände gekommen, um zu jubeln und ihren Respekt vor der Leistung zu zollen. „Das war super“, meinte ein Zuseher, der mit der Kamera das Geschehen, die letzten Meter der Horn-Familie im Wasser, mitverfolgte. Dr. Michael Horn war erstaunt, dass er es geschafft hatte: „Ich bin noch nie so weit geschwommen“, sagte er, weiß über sein Leistungsvermögen jedoch gut bescheid: „Zwei Stunden halte ich durch, egal ob radelnd, schwimmend oder laufend“.

Für seine Tochter war der Trip weniger anstrengend. Als Top-Triathletin ist sie größere Schwimm-Distanzen gewohnt. „Das schönste waren die vielen Leute am Ufer“, freute sich Leonie Horn, die die Menschenmenge bereits von Weitem wahrgenommen hatte. Begleitet wurde das mutige Duo von einem Ruderboot, auch die Wasserwacht hielt sich stets in der Nähe auf.

Beim Schwimmen selbst durften keine Gedanken verschwendet werden. Pure Konzentration war im kalten Nass angesagt. Beide schwammen mit Neoprenanzug. Das war das Wesentliche, was galt, meinte Horn. Eine ausgefeilte Technik für den Erfolg hatte er sich zwar nicht zurechtgelegt, war dann aber doch erstaunt, dass alles so gut geklappt hatte. „Meine Arme schmerzen und die Zehen sind kalt“, berichtete der Arzt, kurz bevor er vom Ort des Geschehens verschwand. „Jetzt werde ich erst mal etwas gutes essen gehen - Spaghetti“.

bit/kp

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