"In Bischofswiesen vergammelt der Bahnhof"

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Die UBB kritisiert den Zustand des Bahnhofs Bischofswiesen.

Bischofswiesen - "Unzumutbar und respektlos": Mit drastischen Worten macht die Unabhängige Bürgervereinigung (UBB) auf die Situation am Bahnhof aufmerksam.

Auf dem Monatstreff der "Unabhängigen Bürgervereinigung Bischofswiesen (UBB)" im Gasthof Schönfeldspitze stand auch die Situation am Bischofswieser Bahnhof auf der Tagesordnung. UBB-Vorstand Sepp Stangassinger befürchtet die Sperrung der Bahnhofsbrücke, wenn nicht bald etwas geschieht.

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Gemeinderat Pail Grafwallner bezeichnete die Zustände am Bahnhof als unzumutbar. Der Bahnhofsplatz liege völlig im Dunkeln und an der dringend sanierungsbedürftigen Brücke empfehle ein Hinweisblatt, doch den Weg entlang der Ache zur Ampelkreuzung am Brennerbräu zu nutzen. Auch dieser sei aber beleuchtungsfrei und bei Regenwetter regelmäßig mit großen Pfützen behaftet.

Überquerungshilfe für Senioren und Schüler gefordert

„In Bad Reichenhall wird der Bahnhof für zwei Millionen Euro modernisiert aber in Bischofswiesen vergammelt der Bahnhof“, konstatiert Paul Grafwallner. Die von der UBB beantragte Überquerungshilfe wurde aus Kostengründen abgelehnt. Sie wäre jedoch aus Sicht der UBB wichtig für Senioren und Schulkinder, denn gerade in den Hauptverkehrszeiten sei es sehr gefährlich, die B20 zu überqueren.

Hinweisschild am Bahnhof Bischofswiesen

Selbst eine Peitschenleuchte, damit Fußgänger besser gesehen werden können, sei abgelehnt worden, mit dem unverständlichen Hinweis, sie würde lediglich Scheinsicherheit vorgaukeln. Im Hinblick auf den demographischen Wandel sei es für die UBB besonders wichtig, gute öffentliche Verkehrsanbindungen zur Sicherung der Mobilität der Senioren zu erhalten und zu verbessern. „Den unbeleuchteten Pfad neben der Ache zu empfehlen ist eine grobe Respektlosigkeit gegenüber den Bahnnutzer“, so UBB-Mitglied Rita Poser.

Für UBB-Vorstand Sepp Stangassinger stellt sich die Frage, wann die Brücke durch die Gemeinde gänzlich gesperrt wird. Jahrelang stand ein Sanierungsetat im mittelfristigen Finanzplan, dann wurde dieser wegen des angeblich guten Brückenzustands wieder aus dem Finanzplan herausgenommen. Nur wenige Wochen später mussten, wegen der großen Löcher in der Fahrbahndecke, die Warnbaken aufgestellt werden. Der Straßenausbaubeitragssatzung sei es gedankt, sollten dann Bahn und Bahnhofsbesitzer die Kosten für Sanierung oder Neubau übernehmen.

„Die Gemeinde hat ihre Infrastruktur vergammeln lassen und mit dieser Satzung werden andere zur Kasse gebeten“, schimpft Sepp Stangassinger. In diesem Fall sind es zwar keine Privatpersonen, aber die kann es andernorts genauso treffen. Aus Sicht der UBB gehört diese Satzung wieder abgeschafft, denn damit können Bürger ohne eigenes Zutun in schlimmste Geldnöte getrieben werden, wie ein Beitrag des Bayerischen Fernsehens in „Kontrovers“ beispielhaft aufzeigt.

red/Pressemitteilung Unabhängige Bürgervereinigung Bischofswiesen

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