Teil 5: Herr Bürgermeister, was passiert 2012?

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Herbert Gschoßmann, 1. Bürgermeister der Gemeinde Ramsau.

Ramsau - Im fünften und letzten Teil unserer Serie steht Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann Rede und Antwort zu den anstehenden Gemeindearbeiten im Jahr 2012.

Welche Erwartungen stellen Sie in Gemeindehinsicht an das Jahr 2012?

Keine Unfälle, keine Katastrophen. Das kann zwar keine Erwartung sein, aber ich hoffe und wünsche mir, dass die Gemeinde von Unfällen und Katastrophen im nächsten Jahr verschont bleibt.

Welche größeren Vorhaben sollen in 2012 beendet beziehungsweise in Angriff genommen werden?

Hier nochmal Interview-Serie mit den Bürgermeistern im Überblick:

Es laufen einige Maßnahmen, die in den letzten Zügen liegen und im nächsten Jahr fertig gestellt werden. Da wäre etwa die Kanalbaumaßnahme vom Blaueis oder die Fußwegverlegung am Hintersee. Begonnen wird dort nächstes Jahr eine Straßenbaumaßnahme am Westufer, außerdem am Klausbachhaus eine Parkplatzerweiterung, die dann hoffentlich die manchmal katastrophale Parkplatzsituation am Hintersee entschärft. Weitere Projekte sind die Ausweisung von Gewerbeflächen, wobei die bisherige Entwicklung mich positiv stimmt. Natürlich sind auch Bauflächen ein Thema. Das Ergebnis einer Bedarfsanalyse vor knapp einem Jahr hat eine überraschend hohe Zahl von Interessenten an Bauflächen gebracht. Der Bedarf wurde vom Gemeinderat auch anerkannt, die logische Folge daraus wäre jetzt, dass bebaubare Flächen gesucht und hoffentlich gefunden werden. Dies alleine schon vor dem Hintergrund einer auch in Ramsau tendenziell rückläufigen Bevölkerungszahl. Ein größeres Projekt über einige Jahre wird auch die Überarbeitung des Flächennutzungsplans werden. Der Start dafür ist im nächsten Jahr geplant.

Eine Prognose: Wie wird es in den kommenden Jahren um den Gemeindehaushalt stehen? Sind finanzielle Spielräume wahrscheinlich oder muss der Gürtel enger geschnallt werden?

Die Möglichkeiten werden in 2012 und in den folgenden Jahren sicherlich eingeschränkt sein und bleiben. Man darf sich auch nicht der Illusion hingeben, dass alles, was heute angedacht oder diskutiert wird, auch realisiert werden kann. Ganz wichtig halte ich, dass man sich Projekten, die nicht unbedingt sein müssen oder die keine Refinanzierung in welcher Form auch immer erwarten lassen, nur ganz vorsichtig nähert. Stichwort „Gürtel enger schnallen“:Ohne Zweifel wird es in den nächsten Jahren so sein. Dass das nicht spurlos an den Bürgern vorüber gehen wird, sollte man nicht verschweigen. Dass die Abgabenlast für die Bürger die nächsten Jahre steigen wird, halte ich für wesentlich wahrscheinlicher, als dass sie gleich bleibt. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass jedes Projekt, jede Maßnahme und jede Leistung auch vor dem Hintergrund zu betrachten ist, ob sie zu einer Mehrbelastung der Bürger führen könnte.

kp

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