Sturmschäden verhindern Plus

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Berchtesgaden - Mitte des Jahres zieht der Forstbetrieb Berchtesgaden immer Bilanz über sein Geschäftsjahr. Das Ergebnis 2008/2009 ist am Dienstag vorgestellt worden.

„Der Forstbetrieb Berchtesgaden hat im vergangenen Geschäftsjahr erhebliche Leistungen für die Region erbracht“, betont Forstbetriebsleiter Daniel Müller gleich zu Beginn. Wiederaufforstung, Erholung, Sturmschäden und Borkenkäfer sind Begriffe, die im Raum stehen. Und an diesen Baustellen wird fleißig gearbeitet. So habe es mit hohen Ressourcen und personellem Aufwand geklappt, die Sturmschäden nach Kyrill (2007) und Emma (2008) fast komplett aufzuarbeiten. Gleichzeitig habe man den Borkenkäfer in Schacht gehalten, so Müller.

Der Forsbetriebsleiter orientiert sich dabei an offiziellen Zahlen aus dem Pinzgau. Dort habe man nach einem Sturmereignis in den kommenden drei Jahren mit dem eineinhalbfachen an Borkenkäfern zu kämpfen gehabt. Das sei im Berchtesgadener Land nicht der Fall, betont Müller. Dafür habe man noch nicht alle Kahlflächen wieder aufforsten können. Die Hochlagenpflanzen würden in den Baumschulen noch gezogen.

Forsbetriebsleiter Daniel Müller ist durchaus zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2008/2009.

Sorgen bereitet dem Forstbetriebsleiter die Klimaerwärmung. Er befürchtet dadurch immer wieder schwere Stürme. Dem könne nur ein guter Mischwald standhalten. Auch der Holzmarkt war im vergangenen Jahr alles andere als rosig. Geprägt von Immobilien- und Finanzmärkten litt vor allem der Export ins Ausland. Dort sind die Holzmärkte zusammengebrochen - das Ergebnis: ruckläufige Holzpreise. Davon sei der Forstbetrieb Berchtesgaden allerdings kaum betroffen gewesen. Man habe langfristige Verträge und sei deshalb gut durch das Holzpreistal gekommen, erklärt Müller. Die Jagd in Berchtesgaden sei dagegen „geadelt“ worden, betont er. Der Forstbetrieb habe sehr gute Verbissprozente erreicht.

Die größten Baustelle der Forstarbeiter sind derzeit die Weißwand, der Antoniberg und der Fuderheuberg. Dort wird der Schutzwald immer wieder verbessert und aufgeforstet. Gleichzeitig setzt sich der Forstbetrieb Berchtesgaden für sein Erholungskonzept ein. In Karlstein sind Wege instand gesetzt worden und in Berchtesgaden ist ein Premiumwandergebiet am Obersalzberg geplant. Die Pläne dafür liegen allerdings derzeit auf Eis, da sich Gegner zu Wort gemeldet haben.

Finanziell muss der Forstbetrieb Berchtesgaden ein Minus von 800.000 Euro verzeichnen. 1,7 Millionen Euro gehen aber in die Schadensbewältigung. „In Normaljahren rechnen wir deshalb wieder mit schwarzen Zahlen. Auch in diesem Jahr (2009/2010) sollten wir schon schwarze Zahlen schreiben“, ist sich Daniel Müller sicher.

red-bgl24/cz

Rubriklistenbild: © cz

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