Schwere Bergunfälle im Salzburger Land

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Salzburg/Maria Alm - Zwei Bergtragödien haben sich am Wochenende innerhalb von 24 Stunden an der selben Stelle ereignet - am Hochkönig stürzten zwei Menschen in den Tod. Am Salzburger Hochthron konnte ein Bergsteiger noch gerettet werden.

Am Samstag Nachmittag war ein 50-jähriger Bayern beim Abstieg vom Königsjodler-Klettersteig im Bereich des Birgkarsteg ausgerutscht und rund 100 Meter weit abgestürzt. Der Unterhachinger erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Am Sonntagmorgen folgte dann das nächste Absturz-Drama. Fast an derselben Stelle stürzte ein bis jetzt noch nicht identifizierter Bergsteiger ebenfalls mehr als 100 Meter weit ab. Der Notarzthubschrauber Martin 1 aus Bischofshofen barg den Verunglückten mittels Bergetau, jedoch konnte der Notarzt auch diesem Bergsteiger nicht mehr helfen.

Ein 66-jähriger Bayrisch Gmainer ist außerdem am Samstag um 15.10 Uhr aus ungeklärter Ursache im unteren Drittel des Dopplersteiges am Salzburger Hochtron rund 60 Meter weit abgestürzt und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Eine Krankenschwester, die unterhalb des Mannes unterwegs war, meldete sofort den Absturz und versuchte zu dem Abgestürzten zu gelangen, um Erste Hilfe zu leisten.

Bergretter im Salzburger Land gefordert

Der Notarzthubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg der sofort zur Unglücksstelle startetet konnte nach kurzem Suchflug den Verunglückten lokalisieren und nach einer Zwischenlandung am Fuß des Dopplersteig den Arzt und Flugretter mittels 40 Meter Bergetau zum Abgestürzten transportieren. Dort wurde der lebensgefährlich Verletzte mittels Vakuummatratze und Bergesack vorversorgt und anschließend ins Tal nach Fürstenbrunn geflogen.

Ein von der Landesleitstelle des Rotenkreuzes entsandter Rettungswagen wartete bereits im Tal bei Fürstenbrunn, um bei der verletzten Versorgung zu helfen. Nachdem der Notarzt den 66-Jährigen in künstlichen Tiefschlaf versetzt, ihn intubiert und künstlich beatmet hatte, wurde er mit dem Hubschrauber in den Schockraum des Unfallkrankenhauses nach Salzburg geflogen.

Noch während die Mannschaft sich um die Versorgung des Patienten kümmerte flog der Hubschrauber zurück zum Zwischenlandeplatz und flog die geschockte Melderin zurück ins Tal. Der Polizeihubschrauber Libelle flog unter dessen mit einem Alpinpolizisten zur Unglücksstelle um den Unfall aufzunehmen sie brachten die ebenfalls schwer geschockte Ehefrau des Verunfallten zurück ins Tal zum Bergrettungsdepod wo der Notfallpsychologe der Bergrettung die Betreuung der Frau übernahm.

Aktivnews

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