Projekt bei Bürgerversammlung erläutert

Barrierefrei auf den Jenner

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Schönau - Zukunftsvision statt historischer Bergbahn. So lässt sich das Konzept für die neue Bergbahn am Jenner beschreiben. Der Bürgermeister von Schönau erläuterte die Pläne auf der Bürgerversammlung.

Viele Köche verderben manchmal den Brei, beim Projekt "Neubau der Jennerbahn" kochen derzeit allerdings fünf Parteien erfolgreich ein gemeinsames Gericht: Den Neubau der Jennerbahn. Nach dem Verkauf diverser Aktien an der Jennerbahn durch die Gemeinde Schönau am Königssee, gibt es mittlerweile vier Hauptaktionäre. Das Familienunternehmen Hetteger,  das Planungsbüro, das Bauunternehmen Georg Unterleitner und die Gemeinde Schönau. Außerdem sitzt Siegfried Renoth vom Sportgeschäft Renoth bei vielen entscheidenden Fragen mit am Verhandlungstisch. Er betreibt das Sportgeschäft an der Talstation der Jennerbahn.

Barrierefreihei für alle

Oberstes Ziel für die neue Jennerbahn, ist die Barriereifreiheit. Dazu zählen nicht nur die Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten aus der Gondel, sondern auch neue Wege an der Bergstation.

Insgesamt drei barrierefreie Routen soll es zukünftig am Jennergipfel geben. Mit Blick auf den Königssee, mit Sicht in den kompletten Talkessel hinein und zum Jennergipfel hin. Alle drei Wege sollen im Sommer und im Winter zugänglich sein. Die Durchführung wird in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark erfolgen.

Außerdem stehen Pläne im Raum, auf 1.800m Höhe einen Schneeschuhwanderweg anzulegen und die Startplätze für die Drachenflieger und Paragleiter rund um die Bergstation zu konzentrieren.

Die neue Jennerbahn

Schon im vergangenen Jahr wurde bekanntgegeben, dass aus der 2er Gondel eine moderne 10er Gondel werden soll. "Wir planen hier für die nächsten 40 Jahre", so Hannes Rasp (Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee). 

Unsere jetzige Bahn ist 63 Jahre alt! Statt 480 Personen können zukünftig 1.500 Leute transportiert werden. Außerdem vereinfachen größere Gondeln den Transport von Fahrrädern und Kinderwagen, die früher einfach nicht berücksichtigt werden mussten. 

Aber auch technische Vorteile hat der Einsatz von größeren Gondeln. weniger Gondeln verursachen weniger Lärm beim durchfahren der Stützen und weniger Abnutzung bei den mechanischen Bauteilen", so Rasp weiter.

Die Talstation

Zukünftig wird die Talstation aus zwei Gebäuden bestehen, die unterirdisch miteinander verbunden sind. In den unteren Teil wird eine Tiefgarage integriert, in der Mitarbeiter der Verwaltung und Bergbahn parken können. Außerdem das Sportgeschäft Renoth und eine Sportsbar

Die eigentliche Station mit unterirdischem Einstieg in die Gondelbahn und Skidepot soll in das obere Gebäude integriert werden. Dazwischen entsteht eine Art Dorfplatz. 

Aufgrund von Einwänden der umliegenden Nachbarn wurden die Gebäudepläne allerdings so verändert, dass bei den endgültigen Gebäuden kein Platz mehr für einen Skiverleih- und Service sein wird. 

Die Bergstation

Auch die Bergstation wird völlig neu gestaltet. "Wenn der Fahrgast zukünftig an der Bergstation ankommt, dann hat er einen herrlichen Blick auf die Berge", so Hannes Rasp. Große Glasflächen und ein großzügiger Platz vor der Station sorgen für viel Blick auf die Berglandschaft. 

Neue Gastronomie

Die Bergstation wird ebenfalls auf zwei Ebenen ausgerichtet sein. Während der Ausgang auf der oberen Etage sein wird, gelangt man ein paar Treppenstufen tiefer in den neuen Gastronomiebereich. Insgesamt 500 Plätze soll es hier zukünftig geben, 400 im Inneren des Gebäudes und 100 außerhalb. 

Die Mittelstation

Auch an der Mittelstation wird sich einiges ändern. Die Station wird zukünftig weiter unten angesiedelt sein und die Gastronomie in der Nähe des Weihers. 

Außerdem soll am Speichersee ein naturnahes Kinderland entstehen, in dessen Planung der Nationalpark eingebunden sein wird. 

Wissenswertes zu den Tieren, der Natur und den Wasserwegen rund um dieses Areal sollen den Kindern nahegebracht werden.

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