Für den Digitalfunk auf Tauchstation

Wasserwacht unterstützt beim Verlegen von Stromkabel

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Die Wasserwacht unterstützt beim Verlegen von Stromkabeln.

Schönau am Königssee  - Für den Digitalfunk-Masten in Salet muss ein Stromkabel durch den See verlegt werden. Die Wasserwacht unterstützt dieses schwierige Unterfangen.

Was hat der Digitalfunk mit Tauchen zu tun? Sehr viel, denn die ehrenamtlichen Rettungstaucher der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden unterstützen gerade eine Spezialfirma beim Verlegen der Stromkabel durch den Königssee zur Versorgung des abgelegenen Digitalfunk-Masten oberhalb von Salet am Südufer des Sees. Der Masten deckt zukünftig ein Gebiet ab, wo das ganze Jahr über viele tausend Menschen die Naturschönheiten des Berchtesgadener Landes erkunden und im Notfall medizinisch genauso gut versorgt werden sollen, wie im eigentlichen Siedlungsraum.

Bohrkopf in acht Meter Tiefe

Am Mittwochmittag haben die Arbeiten auf der Halbinsel St. Bartholomä begonnen. Dort wird ein komplett neues Stromkabel in den Boden gegraben und dann durch den See nach Salet verlegt. Die Wasserwacht-Taucher unterstützten am Mittwoch und am Freitag die Spezialfirma jeweils einen halben Tag lang nach den Bohrarbeiten: Sie mussten einen rund 200 Kilo schweren Bohrkopf in rund acht Metern Wassertiefe suchen und mit einer Boje markieren, damit ihn die Arbeiter dann auf den Ponton hieven konnten. Aktuell steht am Echostüberl ein großer Ponton aus Schottland, mit dem das neue Stromkabel direkt von der Trommel durch den See verlegt werden soll.

Wasserwacht unterstützt beim Verlegen von Stromkabel

Im Laufe der Woche mussten die Wasserretter noch in rund sechs Metern Tiefe mit Fuchsschwanz und Bolzenschneider ein zehn Zentimeter dickes Plastikrohr mit einem acht Millimeter dicken Stahl-Zugseil in der Mitte sägen und schneiden und erneut den Bohrkopf suchen und markieren sowie das Gestänge unter Wasser aushängen.

Nicht der erste Einsatz dieser Art

Innerhalb der nächsten Wochen wird die BRK-Wasserwacht noch einige Aufträge für die Spezialfirma am Königssee erledigen müssen. Bei der letzten Verlegung des Seekabels 2007 von der Seelände nach St. Bartholomä war die BRK-Wasserwacht auch schon mit ihren Tauchern im Hilfseinsatz. "Damals hatten wir den Uferbereich für den Übergang von See auf Land vorbereitet", erinnert sich der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Berchtesgadener Land

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