Übung von Feuerwehr und Wasserwacht

Realitätsnahes Szenario: Waldbrand am Königssee

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Möglichst realistisch sollte alles auf die Ehrenamtlichen von Feuerwehr und Wasserwacht wirken.

Berchtesgadener Land - Mit großem Aufwand übten die Freiwilligen Feuerwehren Königssee, Schönau, Berchtesgaden und die BRK-Wasserwacht Berchtesgaden für den Ernstfall. Die Einsatzkräfte wurden mit einem ausgesprochen realitätsnahen Szenario konfrontiert.

Kurz nach 18.30 Uhr - der Funkkanal der Feuerwehr ist ruhig - ertönt ein Übungsalarm für die Feuerwehren Königssee, Schönau, Berchtesgaden und die Wasserwacht Berchtesgaden: „Unklare Rauchentwicklung am Ufer des Wasserfalls am Königssee“. Die Florianijünger und die Wasserretter machten sich sofort auf den Weg zur Seelände. In Windeseile müssen nun Mannschaft und Material mit den Booten der Wasserwacht und der Schifffahrt Königssee zum Wasserfall-Ufer gebracht werden.

Schnelligkeit und Routine

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte schaffen in nur 20 Minuten nach der Alarmierung das schier Unmögliche: Zwei Boote mit Mannschaft und Material sind am Ufer angekommen - die ersten Atemschutzgeräteträger rüsten sich aus. Der angenommene Brand ist durch unachtsame Jugendliche entstanden, welche am Ufer ein Lagerfeuer mit Benzin anheizen wollten. Ein Mädchen liegt bewusstlos neben dem Lagerfeuer, wo noch der offene Benzinkanister steht, mit schweren Brandwunden am Boden. Eine weitere Patientin liegt mit einer schweren Verletzung am Bein in 50 Meter Entfernung während das dritte Mädchen mit einer kleinen Platzwunde geschockt umherläuft. Um die Opfer herum lodert ein Vegetationsbrand.

Die ersteintreffenden Atemschutzgeräteträger konzentrieren sich auf die Patientenrettung und bringen die drei Patienten zur Wasserwacht, welche von den Sanitätern vor Ort untersucht und medizinisch behandelt werden. Nach nur zehn Minuten sind alle drei Verletzten „verarztet“ und das Rettungsboot macht sich auf dem Weg zurück zur Seelände, wo die Patienten an den Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund der undurchsichtigen Lage entscheidet der Einsatzleiter der Feuerwehr Königssee, der durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Berchtesgaden an der Seelände unterstützt wird, einen Hubschrauber zur Lageerkundung anzufordern. Um 19 Uhr lautet der Befehl: 1. Rohr - Wasser marsch - die Pumpe wurde aufgebaut, Schlauchleitungen verlegt - die Atemschutzgeräteträger beginnen mit der Brandbekämpfung. Aufgrund der nähernden Dämmerung entscheidet die Einsatzleitung eine umfangreiche Beleuchtung vor Ort aufzubauen, um die Glutnester im Boden besser finden zu können. Um 19.30 Uhr schallt es durch den Funk: Feuer aus - die Rückarbeiten beginnen. Eine perfekt abgelaufene Übung für alle Beteiligten.

Wichtige Übung für alle Beteiligten

Während der Nachbesprechung bedankt sich der Kommandant der Feuerwehr Königssee, Stefan Punz junior, bei Martin Planegger, der sehr viel Zeit in die Ausarbeitung und die Genehmigung der Übung einfließen hat lassen. „Die Übung musste durch den Nationalpark, durch das Landratsamt und durch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung genehmigt werden“, so Planegger. Punz bedankte sich bei allen Teilnehmern, der Schifffahrt Königssee und der BRK-Wasserwacht. „Eine sehr gelungene und echte Übung - das kann uns jederzeit passieren“, so Punz. „Im Ernstfall wären bei uns noch das zweite Fahrzeug sowie das zweite Boot im Einsatz“, erwidert Franz Kurz von der Wasserwacht Berchtesgaden. Eine unklare Rauchentwicklung am Ufer des Wasserfalls bzw. im Bereich Malerwinkl hat es bereits öfters gegeben - so eine Übung muss immer wieder durchgeführt werden, um das genaue Konzept der Beladung mit der Feuerwehr durchspielen zu können.

Zum Glück nur eine Übung: Waldbrand am Königssee

Pressemeldung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

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