Quantensprung bei der Gebirgsjäger-Ausrüstung

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
General Johann Langenegger, ehemaliger Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 und stellvertretender Kommandeur der 10. Panzerdivision, dankt den Ausbildern für die Vorführung des Systems.

Bischofswiesen - Im Sommer kommen die Gebirgsjäger zum wiederholten Mal in Afghanistan zum Einsatz. Eine Premiere wird es hierbei für die Ausrüstung geben:

Im Sommer kommen die Gebirgsjäger aus Bischofswiesen zum wiederholten Mal in Afghanistan zum Einsatz. Doch was ihre Ausrüstung betrifft, wird es eine Premiere sein. Feierlich hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, am 7. März das System „Infanterist der Zukunft“ an die Gebirgstruppe übergeben.

„Mit ihren Einsätzen in der ganzen Welt leisten unsere Soldaten einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit der Bürger und setzen dafür auch ihr Leben ein“, erklärte der Generalleutnant Kasdorf in seiner Rede. „Wir sind es ihnen deshalb schuldig, sie mit dem Besten auszurüsten, was die deutsche Industrie zu bieten hat.“ Die ersten 300 Soldaten hätten das weltweit modernste Soldatensystem deshalb kürzlich erhalten, das er als revolutionäre Neuentwicklung betrachte. „Damit sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Unsere Infanterie hat es verdient.“

Im Anschluss erklärte einer der Ausbilder, der die Gebirgsjäger in den nächsten Wochen und Monaten mit der Ausrüstung vertraut machen wird, dass das System „Infanterist der Zukunft“ aus drei Komponenten besteht. Erstens: Bekleidung, Schutz- und Trageausstattung. Die Kleidung ist flammhemmend und kaschiert die Infrarot-Signatur des Soldaten. Er ist somit mit Wärmebildgeräten schwerer auszumachen. Taschen können modular angebracht werden. Der Helm ist leicht und verfügt über Aufnahmen für das Nachtsichtgerät. In der Kleidung jedes Soldaten ist ein Mikrofon integriert. Zweitens: Waffen, optische und optronische Ausstattung. Jede Waffe verfügt über eine Sprechtaste, so dass der Soldat mit der Waffe im Ziel bleiben und zeitgleich funken kann. Das erhöhe die Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit deutlich, so der Ausbilder. Die Waffen sind mit Nachtsicht- und Wärmebildgeräten ausgestattet Drittens: Geräte zur Führung und Informationsverarbeitung. Am Rücken trägt der Soldat den Kernrechner, einen Computer der die eigene Position per GPS feststellt und den anderen Soldaten auf einer Karte anzeigt. Diese sehen die Soldaten über einen Handmonitor und wissen so immer, wo sich die Kameraden gerade befinden. Auch die Position des Feindes oder Marschrouten können darin markiert und anderen Soldaten so mitgeteilt werden.

„Mit dem „Infanterist der Zukunft“ haben wir ein voll überzeugendes System an die Hand bekommen“ beschreibt der Ausbilder die Neuerung. „Doch ist jetzt eine intensive und anstrengende Ausbildung erforderlich, um den Gebirgsjägern den Umgang damit zu lernen und sie in Übung zu halten. „Ich bin aber überzeugt, dass der Funke der Begeisterung schnell überspringen wird.“

Pressemitteilung Gebirgsjäger 23

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser