2. Berchtesgadener Land-Skitouren-Festival:

Skitouren-Festival: Schlafen unter freiem Himmel

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Ramsau - Das Berchtesgadener Land lädt ab Freitag zum 2. Skitouren-Festival. Die erwarteten 200 Teilnehmer freuen sich auf ein umfangreiches Programm rund ums Hochschwarzeck.

Praxisorientierte Workshops als Schnupperschule, je eineinhalb Stunden lang, wie die Lawinenverschüttetensuche auf zwei Leistungsniveaus, für Anfänger und "Profis", geführte Skitouren, ein abendliches Charity-Rennen sowie eine Biwak-Nacht unter freiem Himmel stehen auf dem breitgefächerten Programm.

Bei der "Langen Nacht des Schneeleoparden" bewältigen die Teilnehmer einen abgesteckten Rundkurs im Dunkeln. Für jeden zurückgelegten Höhenmeter beteiligen sich der Veranstalter und die Sponsoren an der Sternstunden-Aktion des Bayerischen Rundfunks. Bei der Mountain Equipment Biwaknacht am Freitag, 22. Februar, können Tourengeher eine Nacht im Freien verbringen. Am Sonntag, 24. Februar, stehen ausschließlich geführte Skitouren aller Schwierigkeitsgrade auf dem Programm, beispielsweise aufs dritte Watzmannkind (1.600 Höhenmeter).

Ein Bett im Schneefeld 

Eigentlich ist sie schier endlos, die Einsamkeit der Bergwelt. Zumindest für Tourengeher. Wenn man abends nur keine Hütte ansteuern und mit anderen teilen müsste. Aber muss man das wirklich? Für Hartgesottene tut’s schließlich auch ein Bett im Schneefeld. Wer's selbst einmal ausprobieren möchte, hat beim 2. Berchtesgadener Land Skitouren-Festival die Gelegenheit.

Die Biwak-Nacht beinhaltet Leih-Spezial-Schlafsack und Isomatte, mit Guten-Morgen-Tee zum Aufstehen und ausgiebigem Frühstück beim Hirschkaser, der nach einem kurzen Aufstieg erreicht ist: "Mit der Biwak-Nacht bieten wir einen erweiterten Materialtest - und zugleich neue Horizonte", so Toni Grassl, Initiator des Festivals, aus der Ramsau. Der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer hat ein rund 30-köpfiges Organisationsteam um sich.

Wie 2012 können sich Einsteiger wie Extremsportler auf geführte Traumtouren, Praxis-Workshops, Materialtests, einen Charity-Lauf und Begegnungen mit Stars der Szene auf dem Festivalgelände rund ums Skizentrum Hochschwarzeck freuen.

Extrembergsteiger Haag eröffnet

Schon öfter im Schlafsack biwakiert hat der Extrembergsteiger Sebastian Haag, der so manchen Gipfel des Himalaya mit Fellen unter den Skiern bezwang. Er eröffnet das Festival nach dem "Warm up" im Festival-Zelt, dem zentralen Anlaufpunkt der Veranstaltung.

Gleich danach geht's zur Biwak-Nacht - etwa eine Stunde Aufstieg und dann in die Kuschelhülle im Schnee. Am nächsten Tag stehen vier Workshops auf dem Programm, vom Sicherheitsworkshop "Pieps" und dem ABS-Training, bei dem Spezialisten den richtigen Umgang mit dem Lawinen-Airbag zeigen, über Technik und Taktik bei Aufstieg und Abfahrt bis zur Sicherheit auf der Piste, die unter dem Motto "Kollisionsprävention" in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein angeboten wird.

"Wir sind ein vielseitiges Tourengeher-Gebiet und daher auch an einer friedlichen Koexistenz zwischen Alpin-Skifahrern und Tourengehern, die am Pistenrand aufsteigen und über präpariertes Gelände wieder abfahren möchten, interessiert. Zudem legen wir Wert auf nachhaltige Naturerlebnisse, die Flora und Fauna im Nationalpark respektieren", erklärt Stephan Köhl, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. "Daher unterstützen wir das Festival als wichtiges Wintersportevent."

Predigtstuhl neu im Programm

Warum sich die Skibergsteiger ins Berchtesgadener Land verliebt haben, wird spätestens "on Tour" auf den schönsten Routen rund um Königssee, Watzmann und den Ramsauer Gebirgsstock Reiteralpe klar. Je nach Ambition, Können und Witterung stehen am 23. und 24. Februar je elf geführte Alternativen zur Auswahl. Neben Klassikern wie Toter Mann (750 Höhenmeter), Götschenkopf (700), Roßfeld (700) und "Kleine Reibn" in Richtung Schneibstein (800) bietet Toni Grassl in diesem Jahr erstmals die nostalgische Tour am Predigtstuhl bei Bad Reichenhall mit 500 Höhenmetern an: "Mit der Gondel hinauf, dann über den Törlkopf nach Bischhofswiesen und die traumhaft lange Abfahrt genießen. Eine Route, die komplett in Vergessenheit geraten ist", informiert Toni Grassl.

Weltmeister mit am Start

Zu den Höhepunkten gehört auch die "Lange Nacht der Schneeleoparden" - ein zweistündiges Charity-Tourenrennen am 23. Februar, welches wieder etliche in Euro umgerechnete Höhenmeter für gemeinnützige Zwecke beziehungsweise die "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks einbringen soll. "Im vergangenen Jahr waren es mehr als 100 Teilnehmer, die ihr Bestes beim Wettlauf für soziale Zwecke gaben", so der Veranstalter. "Wir haben 200 Ausrüstungen und werden diese heuer wohl auch benötigen", Toni Grassl rechnet mit der doppelten Anzahl an Teilnehmern gegenüber 2012.

"Das Meiste hat natürlich Toni Palzer eingespielt. Unseren Junioren-Weltmeister konnte niemand toppen." Er ist auch diesmal mit dabei, ebenso wie der Nationaltrainer im Skibergsteigen, Johann Rampl, der versierten Skibergsteigern Profitipps für den Wettkampf mit auf den Weg gibt.

Start am Freitag

Los geht's am Freitag, 22. Februar, 15 Uhr, mit der Anmeldung. Um 19 Uhr steigt das "Warm up" im Festivalzelt am Hochschwarzeck-Parkplatz mit der Multivisionsshow "Speed Up" Above 8.000 m" von Extrembergsteiger Sebastian Haag aus München. Um 21.30 Uhr wird die Veranstaltung mit der Biwak-Nacht fortgesetzt.

Weitere Infos: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Bahnhofplatz 4, 83471 Berchtesgaden, Telefon 01805/865200, Mail info@berchtesgadener-land.com, Internet www.berchtesgadener-land.com.

Anmeldung und Kartenvorverkauf: grassl event & promotion services gmbh, Mail: info@grassl-eps.de, Internet: www.grassl-eps.de. Hier ist auch das gesamte Drei-Tages-Programm einzusehen.

Hans-Joachim Bittner / BGLT / Grassl EPS

Rubriklistenbild: © bit

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