Mehrere Bergsteiger gerettet

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Die Besatzung von „Christoph 14“ flog den Patienten von der Watzmann-Südspitze in einem Rettungssitz gesichert am sieben Meter kurzen Rettungstau zum Zwischenlandeplatz an der Grieshütte. Dort wurde er in den Hubschrauber umgelagert und zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Ramsau - Gleich mehrere Einsätze hatte die Bergwacht Ramsau mit Christoph 14: Drei Berwanderer mussten wegen Verletzungen oder Erkrankungen ins Krankenhaus geflogen werden.

Mit dem schönen Sommerwetter hat auch die Wander- und Bergsteiger-Saison so richtig begonnen. Die Bergwacht Ramsau und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ waren am Dienstag und Mittwoch gleich mehrmals hintereinander für verletzte und erkrankte Bergsteiger unterwegs.

Am Dienstag gegen 10 Uhr mussten die Einsatzkräfte einen 58-jährigen Teilnehmer einer Wandergruppe von der Mitterkaser-Diensthütte unterhalb der Hochalm an der Hochkalter-Ostseite abholen und ins Tal fliegen, da er sich beim Übergang von der Blaueishütte über die Eisbodenscharte den Unterschenkel gebrochen hatte. Der Wanderer aus Nordrhein-Westfalen war trotz der schweren Verletzung zunächst noch mit Hilfe ein gutes Stück selbst abgestiegen und dann selbst in den Hubschrauber eingestiegen. „Christoph 14“ flog ihn zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Gegen 12.20 Uhr ging ein weiterer Notruf von der verfallenen Gugelalm an der Watzmann-Nordseite ein, wo ein 40-jähriger Niederbayer nach einem Insektenstich an einer akuten allergischen Reaktion mit Kreislaufproblemen litt. „Christoph 14“ nahm im Tal einen ortskundigen Bergwacht-Luftretter auf, konnte in der Nähe der Einsatzstelle landen, den Patienten notärztlich versorgen, in den Hubschrauber einladen und ins Tal nach Ramsau fliegen. Eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte ihn zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Am Mittwoch kurz nach 8 Uhr folgte der nächste Einsatz an der Watzmann-Südspitze. Bergwanderer hatten in der Wimbachgrieshütte Hilferufe von der Watzmann-Südseite gemeldet. Die Besatzung von „Christoph 14“ nahm einen Ramsauer Bergretter auf und flog mit ihm ins hintere Wimbachtal, um die Abstiegsroute von der Watzmann-Südspitze abzusuchen. Im unteren Bereich in einem tiefen Graben konnten die Einsatzkräfte den Bergsteiger dann finden. Wie sich später herausstellte, war der 52-Jährige mit einer Gruppe nach der Überschreitung der drei Watzmannspitzen im Abstieg zurückgeblieben, ohne dass seine Begleiter es bemerkt hatten. Sie waren der Meinung, er hätte irgendwo umgedreht und wäre zum Watzmannhaus zurückgegangen. Tatsächlich jedoch war der Niederbayer in schwieriges Gelände geraten und nach einer Nacht im Freien auch ziemlich geschwächt. Er scheiterte beim Versuch, aus dem Graben herauszuklettern. Ein Retter der Bergwacht versorgte den intern Erkrankten, aber ansonsten Unverletzten. Die Besatzung von „Christoph 14“ flog ihn dann in einem Rettungssitz gesichert am sieben Meter kurzen Rettungstau zum Zwischenlandeplatz an der Grieshütte. Dort wurde er in den Hubschrauber umgelagert und zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Darüber hinaus waren die Ramsauer Bergretter während der vergangenen Schönwettertage mit mehreren weniger aufwendigen Einsätzen beschäftigt, unter anderem einer Nachforschung wegen nächtlicher Lichtquellen in einer Route im Bereich des Gerstfeldpfeilers auf der Südostseite der Reiter Alpe, wo gegen 23 Uhr noch Kletterer unterwegs waren. Die Lichtquellen wurden vom Hintersee aus bemerkt und dann durch die Bergwacht vor Ort abgeklärt, wobei niemand Hilfe brauchte. In einem weiteren Fall riefen junge Wanderer aus Israel telefonisch um Hilfe, da sie irgendwo im Gebiet zwischen der südlichen Reiter Alpe und dem Hochkalter unterwegs waren und den weiteren Aufstieg nicht mehr fanden. Der Bergwacht-Einsatzleiter wies sie daraufhin an, den bekannten Weg zurück ins Tal zu gehen, wo sich dann später telefonisch zurückmeldeten.

 

Pressemitteilung: Bayerisches Rotes Kreuz

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