Neues aus dem Gemeinderat

Umbau Hotel Wimbachklamm: "Wir gehen offen an die Sache ran"

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Ramsau - Der Gemeinderat hat auf seiner letzen Sitzung einem Antrag auf Änderungsnutzung vom Hotel zur Asylbewerberunterkunft stattgegeben. Wie geht es jetzt weiter?

Um das Hotel Wimbachklamm zur Asylbewerberunterkunft umzufunktionieren, sind nur wenige Umbaumaßnahmen notwendig. Die bisherigen Hotelzimmer können als Doppelzimmer ohne jegliche Änderungen genutzt werden. Eine Betriebsleiterwohnung im Erdgeschoss und eine größere Wohneinheit im obersten Stock bieten Platz für eine Familie mit jeweils bis zu fünf, bzw. vier Personen.

41 Betten sollen für die Asylbewerber zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Brandschutzes, soll als einzige nach Außen sichtbare Umbaumaßnahme, eine Fluchttreppe an der Außenmauer angebracht werden.

Wieso überhaupt Asylbewerberunterkunft?

Derzeit ist das Hotel Wimbachklamm noch im Familienbesitz, soll aber voraussichtlich verkauft werden. Findet der Verkauf statt, dann werden der Umbau und die Betreibung als Asylbewerberunterkunft durch den neuen Verkäufer stattfinden

"Wir haben  uns schweren Herzens dazu entschlossen, das Haus zu verkaufen", so Veronika Green, die Nichte der ehemaligen Inhaberin. "Nach dem Tod der Tante haben mein Mann und ich mit viel Einsatz und Enthusiasmus versucht den Familienbesitz weiterzuführen. 

Leider sind aber die Altlasten einfach zu viel hoch, sodass wir uns schweren Herzens zu dem Verkauf entschließen mussten. Das aus unserem Hotel eine Asylbewerberunterkunft entstehen soll, haben wir selber erst aus der Zeitung erfahren", so Green weiter.

Die nächsten Schritte

Der Bauantrag ist mittlerweile erstellt und das Landratsamt prüft aktuell gesetzlich vorgeschriebene Vorgaben, wie zum Beispiel den Brandschutz. Sind alle Vorgaben erfüllt, könnten ab Ende Dezember / Anfang Januar die ersten neuen Bewohner einziehen. Laut Landratsamt würde dann zunächst eine Teilbelegung erfolgen, also mit einer Maximalbelegung von 15-20 Personen. 

"Wir gehen offen an die Sache heran", so Bürgermeister Herbert Gschoßmann und Martin Willeitner, Geschäftsstelleiter der Gemeinde Ramsau. "Auch wir wollen unseren Beitrag leisten und möchten gerne, dass sich die Leute bei uns wohlfühlen".

Infrastruktur

Die neuen Bewohner dürfen sich neben der traumhaften Bergwelt im Bergsteigerdorf Ramsau auch über eine gute Infrastruktur freuen. Die Bushaltestelle Wimbachbrücke ist fußläufig circa 200m entfernt und in einem guten Kilometer befinden sich neben einer Bäckerei und einem Lebensmittelgeschäft auch eine Bank, ein Schuh- und Sportgeschäft.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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