Gemeinderat Ramsau

"Am Ende muss ein Mehrwert erkennbar sein!"

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Ramsau - Auch in der Gemeinderatssitzung in der Ramsau war die Weiterentwicklung der BGLT ein großes Thema. Kritik und Lob an dem Markenprozess kamen auf den Tisch.

Entschieden ist noch nichts, aberes gibt einen Beschluss. Und zwar die geplante Neustrukturierung der BGLT zunächst einmal mitzutragen. Herbert Gschoßmann, der 1. Bürgermeister vom Bergsteigerdorf Ramsau, brachte ganz klar zum Ausdruck: "Es geht zunächst einmal um das grundsätzliche Mittragen der neuen Struktur. Und um eine klare Signalwirkung seitens des Gemeinderates."

Stimmen aus dem Gemeinderat

Richard Graßl, Kreis und Gemeinderat (CSU), äußerte sich als Erster: "Ich halte es nicht für sinnvoll, auf die Marke Berchtesgadener Land zu verzichten. Wir haben ein Zugpferd mit der Milchmarke, das nicht zu verachten ist." Weitere Kritik übte er an der neuen Markenvielfalt, was seiner Meinung nach "nicht zukunftsweisend ist. Hier muss nachgearbeitet werden", sagte Graßl.

Zustimmung von der CSU

Josef Maltan von der CSU brachte seine Zustimmung zum Ausdruck: "Es war überfällig, dass etwas passiert. Mich freut die Einigkeit zwischen Nord und Süd. Wir müssen weg vom Kirchturmdenken und aufhören darüber zu diskutieren, wem denn der Watzmann gehört". Maltan ist es aber auch wichtig zu klären, wie das Bergsteigerdorf Ramsau zukünftig in Verbandsversammlungen repräsentiert wird. Außerdem wünscht er sich eine "glücklichere Hand bei Personalentscheidungen. Hier haben wir uns in der Vergangenheit viel verbaut", so Maltan weiter.

Franz Schwab (CSU) fügte hinzu: "Unsere Vorfahren wussten schon, warum sie unseren OrtRamsau bei Berchtesgaden nannten. Berchtesgaden ist nun einmal der bekanntere Ort". Die Wirtschaftsförderung ist ihm allerdings ein großes Anliegen: "Schließlich pulvern wir 600.000 Euro in den Verbund hinein. Bei solch einer Summe müssen die Vermieter schon wissen, was mit ihrem Geld geschieht!"

Zustimmung zur Beschlussvorschlag

Zum Abschluss fasste Herbert Gschoßmann die Diskussion nochmal zusammen: "Aus meiner Sicht muss am Ende ein Mehrwert erkennbar sein. Sonst braucht man so etwas nicht machen. Es muss zukünftig mehr Klarheit herrschen. Die alte Struktur war manchmal schwer zu durchschauen. Darum bin ich der Meinung, dass wir grundsätzlich dabei sind. Aber solange nicht alle Details geklärt sind, wird kein Vertrag gemacht. Für uns ist wichtig, dass es zukünftig mehr Transparenz geben und eine vertragliche Lösung für Ramsau gemacht werden muss!"

Der Gemeinderat entschied sich mit 12:1 Stimmen dafür, die Weiterentwicklung des Markenprozesses grundsätzlich erst einmal mitzutragen. Dagegen stimmte Richard Graßl von der CSU.

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