Olympia: "0,0 Prozent Risiko für Landkreis"

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Landrat Georg Grabner: „Das finanzielle Risiko für den Landkreis liegt bei 0,0 Prozent“

Schönau am Königssee - Landrat Georg Grabner ist sich sicher, dass die Kosten für den Landkreis für Olympische Winterspiele nicht mehr als 112.000 Euro betragen werden

Die Gesamtkosten für die Olympischen Spiele werden sich auf etwa drei Milliarden Euro belaufen. Das sagte der Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner. Diese Summe hallte während eines kürzlich stattgefundenen Informationsabends durch das VIP-Zelt am Königssee, in nächster Nähe der „ältesten aber nun auch modernsten Kunsteisbahn der Welt“, so Grabner. Über die Kosten wurde während der allgemeinen Olympia-Information vor geladenen Gästen zunächst nichts gesagt. Bis Berni Zauner, 1. Vorsitzender der Marktgemeinschaft Berchtesgaden, das Thema schließlich ansprach – und auch prompt Antwort von Seiten des Landrats erhielt.

Ist es wirklich sinnvoll, drei Milliarden Euro auszugeben? Für eine Veranstaltung mit einer Dauer von zwei Wochen? „Es gibt derzeit so manchen, der genau dieses Argument vorbringt“, sagt Landrat Georg Grabner. Wenig Berechtigung habe dieses, wie er findet. Denn vor allem seien es 1,6 Milliarden Euro, die allein für Infrastrukturmaßnahmen aufgebracht würden. Für Straßenverkehrsprojekte aller Art, für die Bahn, etwa auch für wichtige Untertunnelungen im Garmisch-Partenkirchener Bereich, die sich ohne Olympia noch hinauszögerten, über Jahre. Olympia beschleunigt alles – „und davon profitieren wir alle, da es sowieso irgendwann hätte umgesetzt werden müssen“.

So könnten also jene 1,6 Milliarden Euro an monetären Mitteln nicht mehr als Argument genügen, sie seien verschwendete. „Weitere 1,3 Milliarden Euro werden für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele veranschlagt“, sagt Grabner. Finanziert werde dieser Betrag durch Fernsehrechte, durch Merchandising-Artikel aller Art sowie durch Eintrittskarten. Stefan Bruckner, Marketingdirektor der Bewerbungsgesellschaft München 2018, sagt: „Ich garantiere, dass jede einzelne Veranstaltung in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee ausverkauft sein wird“. Ein hehres, seiner Ansicht nach aber realistisches Ziel.

Bislang sei jede Austragungsstätte Olympischer Winterspiele mindestens mit einer „0“ aus der Sache herausgegangen, weiß Grabner. Es gebe also keinen Grund, warum man sich Sorgen machen müsste. 112000 Euro habe die Bewerbung für den Landkreis Berchtesgadener Land ausgemacht. „Da kommt auch nichts mehr auf uns zu“, sagt der Landrat. „Das finanzielle Risiko für den Landkreis liegt bei 0,0 Prozent“. Im Fall der Fälle würde helfend zur Seite gestanden: Je ein Drittel der Kosten für den Landkreis und für Garmisch-Partenkirchen würden dann vom Land und der Stadt München getragen.

kp

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