Obersalzberg: Fünf Wochen Totalsperre!

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Berchtesgaden - Ab heute müssen die Anwohner und Wirte am Obersalzberg einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die Salzbergstraße wird wegen Sanierungsarbeiten für fünf Wochen komplett gesperrt.

"Die Stützmauer ist in einem sehr schlechten Zustand. Sie muss von Grund auf erneuert werden", erklärt Vitus Danzl vom Staatlichen Bauamt Traunstein im BGLand24-Interview. Gleichzeitig soll die Fahrbahn von fünf auf sechs Meter verbreitert und eine Entwässerungsrinne von 50 cm angebaut werden. "Aufgrund der beengten Verhältnisse sind diese Arbeiten nur unter Vollsperre möglich."

Im Vorfeld hat dieses Bauvorhaben vor allem bei den am Obersalzberg angesiedelten Wirten für Unmut gesorgt. Der Hauptkritikpunkt "mitten in der Hauptsaison". Mittlerweile haben sich die Gemüter aber wieder beruhigt. Die Sperrzeit konnte reduziert werden und das Staatliche Bauamt sorgt für eine bestimmte Beschilderung. "Wir wollen auf die neue Situation aufmerksam machen", so Danzl.

Am Dienstag nach Pfingsten beginnt die Vollsperre. "Am 18. Juli soll zumindest eine Spur wieder freigegeben werden können", versichert Danzl. "Die Baustelle ist soweit vorbereitet, dass die eigentlichen Arbeiten an der Mauer beginnen können."

Dieser Bauabschnitt ist bereits der zweite an dieser Straße. "Im vergangenen Jahr haben wir die Stützmauer unterhalb der diesjährigen Baustelle auf etwa 80 Meter erneuert. In diesem Jahr sind es 100 Meter", so Danzl weiter. Im kommenden Jahr sollen noch einmal 110 bis 120 Meter Stützmauer erneuert und von der Schießstätt bis zum Salzberg eine sechs Kilometer lange neue Deckschicht aufgetragen werden.

"Die vielen Mittel, die man für so eine Baumaßnahme braucht, sind der Grund für die Dreiteilung", gibt Danzl einen Einblick in seine Arbeit. "Die bekommen wir nicht in einem Jahr zur Verfügung gestellt." Im vergangenen Jahr wurden rund 400.000 Euro in die Sanierung der Salzbergstraße gesteckt, in diesem 350.000 und im kommenden Jahr soll es nochmal eine Million Euro sein. "Vorausgesetzt, dass die Mittel genehmigt werden", lächelt Danzl. "Aber wir sind hoffnungsvoll, dass das gelingt."

Hoffnungsvoll sind auch die betroffenen Anlieger, die den großen Umweg über Oberau, Unterau und die B305 in Kauf nehmen müssen, dass die Bauarbeiten im gesetzten Zeitrahmen umgesetzt werden können.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser