Neuer Kampf um Bahnhof Winkl

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Bischofswiesen - Bischofswiesen soll im Kampf um einen Bahnhof Winkl/Siedlung Unterstützung vom Verkehrsforum ÖPNV Berchtesgadener Land bekommen. So stehen die Chancen:

"Seit Anfang 2008 liegen dem Freistaat Bayern die Untersuchungsergebnisse von insgesamt acht neuen Haltepunkten, darunter auch die Station Bischofswiesen Winkl Siedlung, auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden vor. Die Untersuchung ließ erkennen, dass die diskutierte Station Bischofswiesen Winkl Siedlung ein eher geringes Fahrgastaufkommen hat, und weit hinter den geplanten neuen Haltepunkten Freilassing-Hofham, Bad Reichenhall Nord und Mitte liegt", antwortete Sandra Kelz von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft auf die Anfrage von BGLand24.

Dem widerspricht Michael Behringer vom Verkehrsforum: "Wir sind der Ansicht, dass der Haltepunkt Winkl - Siedlung, der ja auch vom Kreistag befürwortet wurde, in der Potenzialanalyse nur nach den Einwohner - Prognosen und nicht ausreichend nach der verkehrlichen Wirkung beurteilt wurde. Im Bereich Winkl-Siedlung kann bequem mit einer Entfernung von 50 Metern in den Oberbayern - Bus umgestiegen werden, um dann die verstreuten Orte im Talkessel Berchtesgaden zu erreichen. Bisher musste der ÖV-Kunde bis Berchtesgaden durchfahren, um dann mit dem Bus wieder zurückzufahren, da in Bischofswiesen am Bahnhof kein Bushalt ist. Die Gesamtreisezeit kann sich daher bei dem neuen Halt um bis zu eine halbe Stunde verkürzen."

Deshalb plant das Verkehrsforum eine öffentliche publikumgswirksame Aktion vor Ort. In wie weit sich die Gemeinde daran beteiligt, werde derzeit noch abgeklärt, so Behringer. Dann soll ein Info-Abend für die Bevölkerung und eine Unterschriften - Aktion erfolgen.

Da die möglichen Standorte gemeinsam vom Landratsamt Berchtesgadener Land und der Eisenbahngesellschaft geprüft und diskutiert worden sind, besteht offenbar nur eine Möglichkeit für den Bahnhof Winkl - Siedlung. "Zwischenzeitlich liegen Ergebnisse vor, dass die Stationen Bad Reichenhall Nord und Bad Reichenhall Mitte Fahrzeitverlängerungen verursachen würden", erklärte Kelz. "Entsprechende Vorschläge der DB Netz AG, diese Fahrzeitverluste an anderen Stellen (Bahnübergänge) auszugleichen, liegen dem Landratsamt und den betroffen Gemeinden vor." Das heißt: "Die beiden Haltepunkte Bad Reichenhall Nord und Bad Reichenhall Mitte sollen nur realisiert werden, unter der Voraussetzung, dass Fahrzeitverluste ausgeglichen werden können (z. B. durch Bahnübergänge). Diese Bedingungen muss DB Netz mit dem Landkreis und den betroffenen Gemeinden im Vorfeld umsetzen."

Sollten die Fahrzeitverluste nicht ausgeglichen werden können, könnte die Prüfung des Bahnhofs Winkl - Siedlung bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft noch einmal beantragt werden.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © Behringer

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