Nachfrage ist ungebrochen

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Adi Hölzl unterhielt mit Gedichten und Anekdoten, Steffi und Richard in musikalischer Weise.

Berchtesgaden - Vorweihnachtlich ging es bei der Weihnachtsfeier eines der größten Talkessel-Ortsverbände mit über 1000 Mitgliedern zu.

Der „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.“ (VdK) lud in das Gasthaus Schönfeldspitze. Dort blickten die Mitglieder auf das vergangene Jahr zurück. Stattlich sei deren Zahl: Über 1000 zählt der Ortsverband Berchtesgaden. Zu dem Beisammensein waren neben Ortsvorsitzendem Richard Königseder auch Kreisvorsitzender Manfred Rau und Kreisgeschäftsführer Guido Boguslawski gekommen.

Die „Nachfrage nach einer Mitgliedschaft im VdK ist ungebrochen“, sagte Rau. Über 600.000 Mitglieder gibt es derzeit in Bayern. Über die große Teilnahme freute sich Ortsvorsitzender Königseder, der besinnliche Worte für den Einstieg fand. So sei die Zeit von Vorfreude auf das Fest geprägt, bei dem die Familie zusammenkomme und gemeinsam feiere. Er hielt sich bewusst knapp und leitete auf Kreisvorsitzenden Rau über. Der stellte fest, dass Anspruch und Wirklichkeit heutzutage oft auseinander klafften. Vor allem wegen eines moralisch fragwürdigen Sozialabbaus, der in Deutschland betrieben werde. Allerdings sterbe die Hoffnung zuletzt und so sei Weihnachten jedes Jahr wieder ein Ankerpunkt, nach dem viele Menschen greifen.

Viele Mitglieder folgten der Einladung des VdK zur Weihnachtsfeier.

Die Zahl derjenigen, die auf die Grundsicherung angewiesen sind, ist in den vergangenen Jahren um 55 Prozent angestiegen.Demnach sei die steigende VdK-Mitglieder-Zahl keine Überraschung. Über 600.000 zähle man in Bayern, weit über 4.000 davon im Landkreis Berchtesgadener Land. Sowohl rechtliche Hilfe, als auch menschlichen Beistand habe man im Sozialverband VdK wegen allgemeiner, sozialer Verunsicherung gesucht – und gefunden. Für das Gegenüber da zu sein, Bedürftige in Krankenhäusern und Altenheimen zu besuchen, gehört zum ehrenamtlichen Alltag im VdK. Großes Lob sprach Rau jenen engagierten Mitgliedern aus, die im VdK ehrenamtlich organisiert sind und auch dieses Jahr die Sammlung „Helft Wunden heilen“ durchführten. Die Sammler und Sammlerinnen seien „mit unermüdlichem Einsatz“ dabei gewesen. Dennoch ist ein Rückgang zu spüren. Noch vor wenigen Jahren waren 15 Ehrenamtliche in den fünf Gemeinden unterwegs, die die Sammelaktionen durchgeführt hatten. Durch Sammelaktionen werde ein erheblicher Beitrag geleistet, die soziale Not von Bedürftigen aus allen Altersgruppen zu lindern, sagte Rau. Neben einem anschließenden, gemeinsamen Mittagsessen bekamen die Gäste Geschenke überreicht. Für unterhaltsame Gedichte und Anekdoten konnte man Adi Hölzl gewinnen, der die Weihnachtsgesellschaft auf das bevorstehende Fest einstimmte. Die Musikanten Steffi und Richard sorgten für den musikalischen Rahmen.

Pressemitteilung Kilian Pfeiffer

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