"Mehr Profil für Gastgeber"

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BGLT-Geschäftsführer Stephan Köhl, Ursula Wischgoll von der BGLT, Susanne Gschoßmann von der Tourist-Info Marktschellenberg und Vermieterin Sophie Stanggaßinger (v.l.) freuen sich über die neue Strategie.

Berchtesgadener Land - Die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH hat am Mittwoch ihr Strategiepapier 2020 vorgestellt. Jetzt ist die Richtung für die kommenden Jahre klar.

Im November vergangenen Jahres hat der Geschäftsführer der BGLT, Stephan Köhl, bereits verkündet: "Wir sind auf dem richtigen Weg!" Das hat sich nach Auswertung des Strategiepapiers 2020 zusammen mit dem Consultingunternehmen Kohl & Partner bestätigt. Jetzt geht es an die Feinjustierung.

Zu allererst soll das Thema Gesundheit noch besser herausgestellt werden. Dafür soll ein eigener Arbeitskreis eingerichtet werden, der dann versucht, sämtliche Gesundheitsangebote zu vernetzen, dass sie gemeinsam präsentiert werden können. Auch im Kulturbereich soll es einen gemeinsamen Prospekt geben, in dem alle Angebote aus dem Berchtesgadener Land zusammengefasst werden - die Philharmonie, die Brauchtumsveranstaltungen, die Partys.

Am Wichtigsten ist Stephan Köhl aber die Positionierung der Gastgeber. Deshalb soll es künftig die Themengruppen Wander-Hotels, Rad-Hotels oder Familien-Hotels geben. Letzteres praktiziert der Tourismusverband bereits seit zwei Jahren, mit Erfolg. Die Vermieter melden sich bei der BGLT, dass sie sich zertifizieren lassen wollen. Wenn sie alle Voraussetzungen erfüllen, bekommen sie für ihr Haus eine Plakette und werden im Gastgeberverzeichnis gesondert geführt.

Bei Sophie Stanggaßinger im Pfeffererlehen haben die Kinder ihre eigene Welt.

In Sachen Familien-Hotels klappt das schon ganz gut. Jetzt sollen auch Wanderer und Radfahrer angesprochen werden. Denn auch wenn "entscheiden verzichten heißt", wird eine spezielle Gruppe von dem Angebot angesprochen und alle anderen erfahren trotzdem davon. "Die Gastgeber landen ja zusätzlich in dem extra Verzeichnis", betont Köhl.

Künftig sollen die Gastgeber auch auf mehr Internetportalen wie HolidayCheck, tripadvisor und hotel.de erscheinen, denn dann können sie bewertet werden. "Die Bewertung ist das A und O", ist sich der BGLT-Geschäftsführer sicher. "Rein positive Bewertungen machen die potentielle Gäste stutzig, deshalb sind negative Bewertungen nicht gleich schlecht. Nur die positiven müssen überwiegen."

Köhl ist bewußt, dass es ein steiniger Weg wird, die Gastgeber im Berchtesgadener Land davon zu überzeugen, doch er hat Argumente. "Die Bewertungen werden weltweit gelesen und so werden mehr Gäste auf die Vermieter aufmerksam. Laut einer Gästebefragung sind die Gäste auch bereit, zu bewerten. Außerdem ist die BGLT gezwungen mit guten Betrieben zu arbeiten, die sich durch die Bewertungen nur verbessern können."

Die Ergebnisse des Strategiepapiers sollen am 18. August beim großen Gastgeberstammtisch im Hotel Edelweiss in Berchtesgaden den Vermietern vorgestellt werden.

red-bgl24/cz

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