Kreisverband informiert sich über GATE

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Auf dem Rauhen Kopf: eine der beiden neuen Sendestationen. Die zweite befindet sich auf der Brettgabel.

Schönau am Königssee/Anger - Auf der 2010 letzten Sitzung des Bayerischen Gemeinetages, informierte sich der Kreisverband über den GATE und über das Unternehmensnetzwerk.

Georg Kern von der IFEN GmbH und Lars Holstein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (WFG BGL) informierten gemeinsam die Anwesenden. Die Erweiterung des Galileo GATE-Testgebietes um weitere zwei Sendestationen war notwendig geworden, um den Anforderungen des neuen Integritätskonzeptes der European Space Agency (ESA) Rechnung zu tragen. Das heißt, Empfänger die ihre Positionsbestimmung für sicherheitskritische Anwendungen, etwa in der Luftfahrt, durchführen, müssen innerhalb von sechs Sekunden entscheiden, ob die empfangenen Galileo-Satellitensignale korrekt arbeiten und somit zur Positionsbestimmung verwendet werden dürfen oder ob das Signal ausgeschlossen werden muss. Die erfolgreiche technische Abnahme durch den Auftraggeber, das Zentrum für Deutsche Luft und Raumfahrt (DLR), erfolgte Mitte November.

Das Testgebiet wurde in 2010 schon mehr als 30 Test-Tage ausschließlich für Kunden-Testläufe betrieben. Die Erweiterung auf acht Sendestationen und die damit möglichen Integritätstests sollen zusätzliche Anreize für die Testkunden schaffen. Anmeldungen und Interessensbekundungen für mehrwöchige Tests in 2011 und 2012 - auch aus dem europäischen Ausland und von der ESA – lägen bereits vor.

Das Galileo-Testgebiet sei eines der wichtigen Themen innerhalb des Netzwerks „Initiative Satelliten Navigation Berchtesgadener Land“, betonte Lars Holstein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land. Bereits mehrere Netzwerkpartner der Initiative SatNav testeten im GATE-Gebiet Berchtesgaden. Dies wurde durch die Vorstellung zweier Testszenarien „Galileo SAR Lawine“ und der im Rahmen des Projektes G2Real durchgeführten „Galileo-Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden, des Bayerischen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerkes“ unterstrichen. Im Mittelpunkt der erfolgreich durchgeführten Einsatzübung stand die Verwendung der Galileo-basierten Lage- und Zustandsinformation in ‚Echtzeit‘ für die Rettungskräfte. Dabei standen erstmals acht GATE-Sendestationen zur Verfügung, die sich positiv auf die Großübung auswirkten, wie die Testergebnisse zeigten.

Kilian Pfeiffer

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