Jäger fordern mehr Schutz für Wild

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Traunstein - Unterschriften gegen die "Bewegungsjagd" auf Schalenwild (Hirsche, Rehe) mit freihetzenden Hunden sammeln Anton Krammer und Ludwig Fegg, die Jäger vom Hochberg (Stadt Traunstein) und von Berchtesgaden.

Bislang haben sie nach eigenen Angaben gut 10.000 Einträge auf ihren Listen. Ihre Aktion wollen sie noch bis November fortsetzen. Krammer erinnerte an die "Drückjagd" im vergangenen Winter auf dem Hochberg. Sein zahmes Reh "Felix" sei damals angeschossen worden.

Schon seit Jahren herrsche Uneinigkeit über die Jagdmethoden und die Parole "Wald vor Wild", so Krammer gegenüber der Chiemgau-Zeitung. Vor allem an der "Bewegungsjagd" scheiden sich laut dem Jäger die Geister. Während die einen sie seinen Angaben zufolge für eine effektive Jagdmethode halten, würden sie andere am liebsten abschaffen - und zwar deswegen, weil sie befürchteten, dass dabei der Tierschutz in den Hintergrund trete.

Immer wieder, so Krammer, werde flüchtiges Wild nur angeschossen, aber nicht tödlich getroffen. Zum Teil offenbare sich in den Wäldern eine "Wild-West-Manier".

Die beiden Jäger kritisieren auch, dass das Motto "Wald vor Wild", so Krammer, zu einseitig sei. Es müsse vielmehr "Wald, Wild und Mensch" heißen. Die Vorgabe "Wald vor Wild" stamme noch aus den 80er-Jahren, als es tatsächlich zu hohe Wildbestände gegeben habe. Doch die Jäger hätten die daraufhin erhöhten Abschusszahlen mitgetragen und die Vorgaben erfüllt. Die Wildbestände seien heute "angepasst, um nicht zu sagen zu niedrig". Doch das werde nicht anerkannt. Man lasse dem Wild nicht den Lebensraum, der ihm zusteht.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich an Anton Krammer unter der Telefonnummer 08662/9778 oder an Ludwig Fegg, Telefon 08652/7780, wenden.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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