"Husarenritt zum bayerischen Skeleton-Erfolg"

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Grinsekatzen - nicht nur für die Kameras: Anja Huber und Kerstin Szymkowiak mit ihren Medaillen.

Whistler/Berchtesgadener Land - Völlig überrascht reißt Anja Huber die Arme nach oben, sie schreit, schüttelt den Kopf und fällt Kerstin Szymkowiak in die Arme. Die Berchtesgadenerin hat gerade eine Medaille gewonnen.

"Mit einem wahren Husarenritt hat sich Anja Huber vom 5. Platz zur Bronzemedaille vorgekämpft und damit den bislang größten bayerischen Skeleton-Erfolg wahrgemacht." Mit diesen Worten würdigt Bayerns Sportminister Ludwig Spaenle die herausragende Leistung der Berchtesgadenerin Anja Huber in der noch jungen Sportart Skeleton. "Geschwindigkeiten jenseits der Marke von 140 Kilometern pro Stunde, kopfüber nur mit einem kleinen Schlitten unter sich auf einem der gefährlichsten Eiskanäle der Welt, das erfordert Wagemut, Talent und eine ausgefeilte Technik," anerkennt Sportminister Spaenle die Herausforderungen des Skeleton-Sports.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat nach dem erfolgreichen Medaillenwochenende der deutschen Sportlern bei den olympischen Spielen in Vancouver ebenfalls gratuliert: „Ich freue mich ganz besonders über die Bronzemedaille von Anja Huber, die sich im Eiskanal die erste olympische Medaille im Skeleton nach Bayern geholt hat."

Patric Leitner und Alexander Resch freuten sich über ihre Bronzemedaille fast mehr als die Sieger.

Reaktionen nach einem spektakulären Rennen am Samstagfrüh. Im vierten Lauf der Skeletonis schafft Anja Huber die Sensation, fährt von Platz fünf auf Platz drei vor und sichert sich so die Bronzemedaille. Nicht nur sie kann es erst nicht glauben, aber dann brechen alle Dämme. Die Freunde ist von Vancouver bis Schönau am Königssee zu spüren. Alle Skeleton-Fans im Berchtesgadener Land haben mit der 26-Jährigen mitgefiebert und jetzt wird sie gefeiert.

Am Sonntag sind bereits die beiden Bronzemedaillengewinner im Rennrodeln Doppelsitzer Patric Leitner und Alexander Resch wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Am Flughafen in Salzburg erwarteten sie Vertreter des Marktes Marktschellenberg, des Marktes Berchtesgaden, des WSV Königssee und des RC Berchtesgaden. Der letzte Lauf ihrer Karriere war ein würdiger Abschiedslauf. Von Platz fünf fuhren sie noch auf Platz drei vor und freuten sich darüber fast mehr als die Olympiasieger Linger/Linger aus Österreich.

Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat den beiden Rennrodlern zur Olympischen Bronzemedaille gratuliert: „Auch bei der letzten Fahrt ihrer Rodelkarriere hat der „Bayernexpress" gezeigt, was in ihm steckt. Mit der Bronzemedaille im Herzschlagfinale der Doppelsitzer haben unsere Rodler-Asse aus Berchtesgaden einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter ihre lange Rodelkarriere gesetzt."

red-bgl24/cz

Mehr zu Olympia gibt es hier.

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