Seeklausen-Sanierung gesichert

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Ramsau - Das Hochwasser hat die Seeklause am Hintersee schwer beschädigt. Die Finanzierung der Sanierung ist mittlerweile aber gesichert.

Das Hochwasser von Anfang Juni hat die Seeklause am Hintersee bekanntlich schwer beschädigt. Die Sofortmaßnahmen wurden vom Wasserwirtschaftsamt organisiert und sind bereits ausgeführt. Die Kosten hierfür teilen sich das Wasserwirtschaftsamt Traunstein und die Bayerischen Staatsforsten je zur Hälfte. Auch am Klausbach wurden von der Wasserwirtschaft bereits verschiedene Reparaturmaßnahmen ausgeführt.

Inzwischen herrscht unter den Beteiligten Einigkeit, dass es sich bei der Herstellung der Hochwassersicherheit am Hintersee um eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe handelt, d. h. dass diese auch gemeinschaftlich finanziert wird. Sprichwörtlich ins Boot geholt werden muss noch die Bayerische Seenverwaltung, die für den See zuständig ist.

Die Planung für die Sanierungsmaßnahmen erstellt das Wasserwirtschaftsamt auf Basis hydrologischer Berechnungen, an denen bereits gearbeitet wird. Es werden verschiedene Ausbauvarianten (Seeklause mit und ohne Bypass, also zusätzlichem Seeabfluss bei Hochwasser) untersucht und dann auch so rasch wie möglich umgesetzt. Die Finanzierung ist gesichert, darüber sind sich die Beteiligten grundsätzlich einig. Welcher Schlüssel bei der Kostenverteilung gilt, muss noch errechnet werden. Eines steht aber jetzt schon fest: Diskussionen darüber, wer wie viel zu bezahlen hat, werden nicht auf Kosten des Hochwasserschutzes und der besorgten Ramsauer Bürger ausgetragen. Mit den Baumaßnahmen kann nach der Festlegung, welche Variante verwirklicht wird, sofort begonnen werden, auch wenn der Schlüssel noch nicht endgültig feststehen sollte. Der stellvertretende Forstbetriebsleiter Peter Renoth konnte zusagen, dass die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der Seeklause zur Not für deren Ausbau in Vorleistung gehen. Ziel ist, die Sanierung möglichst in 2013 abzuschließen. Die Kosten können dann auch nachträglich unter den Beteiligten verteilt werden. „Wir wollen damit den Anliegern der Ramsauer Ache ihre Sorgen nehmen“ so der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, Walter Raith, Peter Renoth und 1. Bürgermeister Herbert Gschoßmann übereinstimmend.

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, der Gemeinde Ramsau und der Bayerischen Staatsforsten zur Bewältigung der Hochwassergefahr am Hintersee

Rubriklistenbild: © pa

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