Herausforderung für die Wasserwacht

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Stimmkreisabgeordneter Roland Richter beim Informationsgespräch mit der Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden in der Watzmanntherme

Berchtesgaden - Hilfe im alpinen Raum wird meist mit der Bergwacht assoziiert. Doch finden sich in den Bergen auch zahlreiche fließende und stehende Gewässer, entsprechend wichtig ist auch der Beitrag der Wasserwacht zur umfassenden Sicherheit.

Deren Arbeit steht im noch jungen Jahr vor zahlreichen Herausforderungen. In einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen der Wasserwacht Berchtesgaden informierte sich Stimmkreisabgeordneter Roland Richter von Situation und Perspektiven der größten Hilfsorganisation des Bayerischen Roten Kreuzes.

34 aktive Mitglieder, 13 Rettungstaucher, 18 Bootsführer und zwei Ärzte bilden das zentrale Team der Wasserwacht Berchtesgaden. Darüber hinaus beteiligen sich an den Trainingseinheiten regelmäßig bis zu 120 Kinder und Jugendliche. 1. Vorstand Gerhard Däuber betont in diesem Zusammenhang die "Super-Zusammenarbeit" mit der Watzmann-Therme, die für die Wasserwacht ein "Glücksfall" sei. Man habe in der Planungsphanse erfolgreich auf ein 25-Meter Becken hinwirken können, wovon neben der Wasserwacht unter anderen auch die Schulen profitieren würden, so Däuber. Dem Schwimmunterricht komme gerade in letzter Zeit erhöhte Bedeutung zu, da es durch die Zunahme der "Spaßbäder", wo auch kleinere Kinder fast überall im Wasser stehen können, nicht mehr zwingend sei, Schwimmen lernen zu müssen und so bei immer mehr Kindern und Jugendlichen diese Fähigkeit abhanden komme. Durch die hohe Beteiligung an den Wasserwachttrainingseinheiten sei man aber mit der Jugendarbeit sehr zufrieden, berichtet Kathi Maltan, Jugendwart der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden.

Auf der Agenda für 2010 steht vor allem die Anschaffung eines neuen Bootes, das auch den bisher nicht möglichen Liegendtransport gewährleisten kann. Dazu werden neue Defibrilatoren gehören, die eine erneute Ausbildung der Retter erfordern. Auch die Wasserwacht profitiert von der Führerscheinneuregelung, die es Einsatzkräften wie auch der Feuerwehr ermöglicht, besondere Fahrzeuge mit dem "normalen" Führerschein lenken zu dürfen.

Eine weitere Herausforderung stellt der Umbau des Rot-Kreuz-Hauses in Berchtesgaden dar: Hier gilt es, den Wasserrettungs- und Tauchzügen optimale räumliche Möglichkeiten für schnelle und effiziente Arbeit zu schaffen. Däuber betont die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, hält aber eine Mitwirkung an der neu zu definierenden Alarm- und Ausrückeordnung für dringend geboten. So sei bislang die Wasserwacht Berchtesgaden etwa in die Feuerwehrpläne für den Königssee nicht mit einbezogen, die Feuerwehr bei der Wasserwacht dagegen schon. Richter regte in diesem Zusammenhang ein Gespräch mit Kreisbrandrat Rudi Zeif an, das er gerne begleiten werde. Es gelte, einen umfassenden Katastrophenplan für den ganzen Landkreis zu erstellen, so Däuber und Richter. Um ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu verbessern und neue Sponsoren, auch für das benötigte Boot, besser ansprechen zu können, will die Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden zukünftig verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben und so auf ihre wichtige Funktion zur Gewährleistung der Sicherheit an eimischen Gewässern aufmerksam machen.

Pressemitteilung Wasserwacht BGD

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