"Es sind keine sinnlosen Großbaustellen geplant"

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Biathlet Niklas Homberg und Bergsportler Thomas Huber stellen sich hinter das Bewerbungskonzept für München 2022.
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Schönau am Königssee - Auf großes Interesse ist der Informationsabend für die Olympiabewerbung München 2022 im Gasthof Unterstein in Schönau am Königssee gestoßen.

Am 10. November ist Bürgerentscheid zu einer erneuten Bewerbung Münchens für die olympischen und paralympischen Winterspiele, diesmal für 2022. Am vergangenen Montagabend informierte die Initiative „BGL-OlympiJa“ mit Unterstützung des Landrats und Vertretern aus Sport und Wirtschaft die Bürger in einer öffentlichen Veranstaltung.

Gut gefüllt ist der Saal im Gasthaus Unterstein, als Schönaus Bürgermeister Stefan Kurz die Gäste begrüßt und betont, wie wichtig es sei, sich zu informieren und eine Meinung zu bilden, um am 10. November beim Bürgerentscheid abzustimmen. Denn nur wenn zehn Prozent der wahlberechtigten Bürger des Landkreises für eine Bewerbung Münchens für die olympischen und paralympischen Winterspiele 2022 stimmen, gäbe es die Chance, die internationalen Sportler im Rahmen des größten Wintersportereignisses der Welt an der Kunsteisbahn am Königssee zu begrüßen. „Das Berchtesgadener Land ist deutschlandweit als Sportregion bekannt. Und dass wir Sportgroßereignisse durchführen können, haben wir an der Kunsteisbahn mit erfolgreichen Durchführungen von Weltmeisterschaften und Weltcups bereits bewiesen.“

Landrat Georg Grabner stellte das Bewerbungskonzept München 2020 vor, das auf den Internetseiten des Landratsamts den Bürgern zur Einsicht zur Verfügung steht. „Wir können bei dieser Bewerbung mit unserer Sportbegeisterung und vor allem der Nachhaltigkeit punkten. Zum ersten Mal würde in München mit dem Olympiapark ein Austragungsgelände von Olympischen Sommerspielen für Winterspiele genutzt“. Ein Großteil der Sportstätten stünden im Anschluss außerdem dem Breitensport und damit der Jugend zur Verfügung. Grabner gab außerdem zu bedenken, dass der Behindertensport heute nicht annähernd den Stellenwert hätte, wenn es keine Paralympischen Spiele geben würde.

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Befürworter der Bewerbung aus dem Spitzensport kamen anschließend zu Wort. Ausnahmerodler und Goldmedaillengewinner Felix Loch: „Olympische Spiele sind für einen Sportler das Höchste, was man erleben kann. Es ist schon Wahnsinn, nur dabei zu sein. Für mich wären Spiele direkt vor der eigenen Haustür das Größte.“

Spitzenbergsportler Thomas Huber hatte sich ebenfalls die Zeit genommen, die Anwesenden vom neuen Bewerbungskonzept zu überzeugen: „ Hinter dem Bewerbungskonzept von 2018 konnte ich nicht stehen, hinter dem neuen Konzept von 2022 schon. Denn jetzt wird auf bestehende Ressourcen zurückgegriffen. Es sind keine sinnlosen Großbaustellen geplant“.

In der abschließenden Fragerunde wurden Fragen zum Verkehrskonzept, zum Quorum, Preisentwicklung und zur temporären Flächennutzung beantwortet. Interessierte konnten sich das Bewerbungskonzept sowie den Informationsflyer des Landratsamtes mit nach Hause nehmen.

Dieser Abend war der erste von drei öffentlichen Informationsveranstaltungen der „Initiative Berchtesgadener Land – OlympiaJa 2022“ im Landkreis. Es folgen weitere am 21.Oktober in Bad Reichenhall und am 28.Oktober in Freilassing.

Pressemitteilung OlympiJa 2022

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