Freiwillig und ökologisch im Nationalpark

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Verena Braun aus Bamberg (l.) absolviert ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ im Nationalpark Berchtesgaden.

Berchtesgaden - Einfach mal raus aus dem Alltag, Neues erleben, in der Natur arbeiten: Für junge Menschen ist ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ (FÖJ) eine gute Gelegenheit, genau dies zu erleben.

Eine der zahlreichen Institutionen in Deutschland, an denen die Freiwilligen tätig werden können, ist der Nationalpark Berchtesgaden. Hier setzen sich seit zehn Monaten drei Abiturienten für die Umwelt ein: Verena Braun aus Bamberg, Florian Marter aus Laufen und Hannah Heilmann aus Palling bei Traunstein.

Seit einigen Jahren haben Freiwilligendienste deutschlandweit Hochkonjunktur. Das Interesse an der kleinen „Auszeit“ zwischen Schule und Studium oder Ausbildung hat insbesondere unter Abiturienten deutlich zugenommen. Die Vorstellung, ein Jahr lang an einem anderen Ort zu leben, neue Erfahrungen zu sammeln und andere Lebenswelten kennenzulernen, übt auf junge Menschen eine große Anziehungskraft aus.

Im „Freiwilligen Ökologischen Jahr“ können sich Jugendliche für gesellschaftliche Belange einsetzen. Dies möchte auch die 20-jährige Hannah aus Palling: „Ich engagiere mich in meinem freiwilligen ökologischen Jahr für die Umwelt. Dabei ist es mir besonders wichtig, mein Interesse und meine Liebe zur Natur weitergeben zu können und meine Mitmenschen auf die Bedeutung von Wildnis für unser Leben hinzuweisen.“ Die Abiturientin ist in großer Nähe zur Natur aufgewachsen und möchte ihre Erfahrungen weitergeben: „Vor allem an Kinder“, wie sie betont.

Andere Teilnehmer der Freiwilligenprogramme nutzen das Jahr zur Orientierung und um mögliche Berufsfelder kennenzulernen. Dazu zählen beispielsweise ökologische Arbeit, Engagement im Naturschutz oder wissenschaftliche Tätigkeiten in den Bereichen Geographie oder Biologie. Florian Marter aus Laufen sieht noch weitere Herausforderungen: „Arbeitserfahrung zu sammeln, sich in bestehende Strukturen einzuordnen und praktische Tätigkeiten zu erledigen ist hier im Nationalpark Berchtesgaden für mich von großer Bedeutung.“

Verena Braun aus Bamberg, die seit September 2010 für die Umweltbildung des Nationalparks Berchtesgaden im Einsatz ist, zieht nach zehn Monaten eine erste Zwischenbilanz: „Das freiwillige ökologische Jahr hat mir nicht nur einen Tapetenwechsel ermöglicht, sondern mir auch dabei geholfen, mich selber besser kennenzulernen. Ich habe Fähigkeiten erworben, die ich in der Schule so nicht hätte lernen können. Mein Bewusstsein für die Natur wurde auch durch mein Engagement für den Nationalpark auf eine Art und Weise geschärft, wie dies zu Hause nicht hätte geschehen können.“

Neben der ideellen Betreuung werden die Freiwilligen auch in finanzieller Hinsicht von den jeweiligen Trägern des FÖJ unterstützt. Sie erhalten neben Taschen- und Essensgeld auch einen Zuschuss zur Unterkunft, wo diese von den Einsatzorten nicht gestellt werden kann.

Für die Arbeit des Nationalparks vor Ort sind die Freiwilligen eine willkommene Unterstützung. „Sie greifen dem Team der Umweltbildung bei den Führungen unter die Arme und sorgen in den Kindergruppen für Abwechslung“ freut sich Sachgebietsleiterin Andrea Heiss über die engagierte Mitarbeit der Freiwilligen.

Für Florian Marter hat die Arbeit in der Umweltbildung einen Impuls für seinen späteren Berufswunsch gegeben: „Die Erfahrungen, die ich mit den Kindergruppen und Schulführungen gemacht habe, haben in mir den Wunsch geweckt, auch künftig mit Kindern zu arbeiten. Ich überlege nun, nach Ende meines FÖJ eine Ausbildung zum Erzieher zu machen.“

Ein freiwilliges ökologisches Jahr steht allen jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren offen und kann in verschiedenen Institutionen deutschlandweit absolviert werden. Träger des FÖJ in Bayern sind die Jugendorganisation Bund Naturschutz, die Evangelische Jugend in Bayern sowie der Bund der deutschen katholischen Jugend. Der Nationalpark Berchtesgaden kann jährlich bis zu drei Freiwillige aufnehmen, im September 2011 startet die neue FÖJ-Saison im Nationalpark Berchtesgaden. Die drei Plätze sind bereits vergeben, Auskünfte für die Saison 2012/2013 erteilt das Sachgebiet Umweltbildung des Nationalparks Berchtesgaden unter der Rufnummer 0 86 52 / 96 86-126.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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