Fehlalarm-Problem muss behoben werden

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Einen Schnappschuss von der Gasflamme am Klärwerk gibt es nicht. Trotzdem möchte Toni Brandner von der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden weitere Fehlalarme vermeiden.

Berchtesgaden - Die Flamme muss groß und hell gewesen sein. Denn drei Mal schon erreichte die Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden der Notruf: „In der Kläranlage brennt es.“

„Drei Mal handelte es sich aber um einen Fehlalarm“, erinnert sich Feuerwehrkommandant Anton Brandner zurück. Der Feuerschein ist schnell erklärt: „In der Kläranlage wird Klärgas abgefackelt, damit es nicht in die Umwelt kommt“, sagt der Leiter der Anlage, Georg Lenz. Von einem Brand kann aber nicht die Rede sein. Das Problem wurde erkannt. Nun ist man an einer Lösung dran. Denn Fehlalarme soll es künftig keine mehr geben.

Georg Lenz sagt, dass es „gewissenhafte Menschen“ waren, die in der Vergangenheit immer wieder einen Notruf abgegeben hatten – „und das war auch gut so.“ Wie man das Problem allerdings in den Griff bekommen könnte, kann er auf die Schnelle nicht sagen, obwohl er bereits eine Idee hat. „Zuvor müssen wir uns erst einmal mit der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden zusammensetzen und darüber sprechen“, sagt er. Auch Toni Brandner sagt, dass es gut sei, wenn Bürger ihre Augen offen hielten. „Wenn man nachts an der Kläranlage vorbeifährt und plötzlich schießt dort einen Flamme in den Himmel, kann man davon ausgehen, dass etwas nicht in Ordnung ist.“ So weitergehen wie bisher, kann es trotzdem nicht.

„Mein Wunsch ist es, wenigstens die Bewohner des Talkessels zu sensibilisieren“, meint Brandner. Natürlich könne es auch in der Kläranlage einmal brennen – und der Gedanke, dann gerade nicht zur Stelle zu sein, ist kein guter. „Verdecken können wir die Gasflamme aber in keinem Fall“, sagt Georg Lenz, der Anlagenleiter. Denn das Klärgas, von dem man in hoch Zeiten bis zu 1500 Kubikmeter am Tag produziert, muss abgefackelt werden. Anders geht es nicht. Den Prozess vor der Außenwelt zu verbergen, sei nicht möglich. Lenz erklärt jetzt doch die Idee, die ihm im Kopf herumgeistert. Zwar ist diese mit der Feuerwehr noch nicht abgestimmt, umsetzbar wäre sie aber immerhin. „In der Nacht könnte die Außenbeleuchtung der Kläranlage eingeschaltet werden“, sagt Lenz.

Der Lichtschein würde die Gasflamme wenig spektakulär erscheinen lassen und Beobachter davon abhalten, an das Telefon zu rennen, um die Notrufnummer zu wählen. Eine weitere Alternative wäre, über das Leitsystem immer dann eine Meldung an die Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden herauszugeben, wenn die Gasflamme brennt. Diese Idee erachtet er aber für wenig sinnvoll. Toni Brandner von der Feuerwehr wäre mit einer Lösung des Problems schon glücklich. Fehlalarme könnten vermieden werden, die Feuerwehr zuhause bleiben. Das Klärgas könnte dann wieder in der Stille der Nacht abfackeln.

kp

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