Einsatz prägt(e) Dienstzeit

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Oberstleutnant Nikolaus Carstens (r.) übergab unter den Augen von Brigadegeneral Johann Langenegger (m.) das Kommando an Oberstleutnant Peter Küpper (l.).

Bischofswiesen - Oberstleutnant Nikolaus Carstens hat am Donnerstagabend das Kommando über das Gebirgsjägerbataillon 232 an seinen Nachfolger übergeben. Wer das ist:

Am 1. Juli 2009 hatte Carstens das Kommando in der Strub übernommen. Der 43-jährige gebürtige Hamburger hat sich in Bischofswiesen gut eingelebt, obwohl er einen Großteil der Zeit gar nicht am Standort weilen konnte. Wie die Kameraden aus  Bad Reichenhall leisteten die 'Struber Jager' von Oktober 2010 bis März 2011 Dienst in Afghanistan. Es hieß, die Truppe darauf vorzubereiten, auf Übungsplätze zu fahren und letztlich sich für ein halbes Jahr zu verabschieden.

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Der Abschiedsappell am Schlossplatz ist dem scheidenden Kommandeur noch gut in Erinnerung. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung mit den Soldaten sei beispielgebend und werde hoffentlich auch in Zukunft so bleiben, sagte Carstens bei seinem Abschied. Er blickte auch zurück auf den Einsatz, in dem das Gebirgsjägerbataillon durchaus Erfolge erzielt habe. "Bei der Operation JADID haben sie sich - übrigens vor genau einem Jahr - zusammen mit unseren Verbündeten und den afghanischen Partnern bestens geschlagen", lobte auch Brigadegeneral Johann Langenegger. "Oberstleutnant Carstens, ihr Name ist genauso wie der Name ihrer Frauen und Männer untrennbar mit diesen Erfolgen verbunden."

Diese Erfolge muss der neue Kommandeur Oberstleutnant Peter Küpper erst erreichen. Doch wie Carstens wird er 'sein' Batallion ab Juli kommenden Jahres auf den nächsten Afghanistan-Einsatz vorbereiten. Ende 2013/Anfang 2014 ist es dann soweit, bevor der 42-jährige Karlsruher das Kommando turnusmäßig wieder übergeben muss, geht es nach Afghanistan. "Ihnen wird viel abverlangt werden", fasste es Langenegger zusammen. "Ich bin aber zuversichtlich, dass sie als ausgebildeter Heeresbergführer ihren Frauen und Männern auch unter widrigsten Bedingungen den richtigen Weg weisen können. Ich wünsche ihnen als Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232 viel Erfolg und allzeit eine glückliche Hand." Sprach es und übergab das Kommando an Küpper.

Kommandoübergabe in der Strub

Der scheidende Carstens, der künftig als Stabschef der Brigade in Bad Reichenhall seinen Dienst tun wird, wurde von 'seinen' Soldaten mit der Muli-Kutsche abgeholt und durch ein Fackel-Spalier gefahren, bevor es zum gemütlichen Teil überging. Sichtlich wehmütig verabschiedete sich der Oberstleutnant von 'seinem' Bataillon.

cz

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