Breitband: Anschluss an die Zukunft

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Unterau und Oberau dürfen sich künftig über eine schnelle Internetverbindung freuen. Zwölf Monate lang wird die Umsetzung der Maßnahme dauern. In diesem Jahr geht es los.

Berchtesgaden - Bürgermeister Franz Rasp hat für 2011 ein großes Breitband-Maßnahmen-Paket angekündigt. Dies geschieht im Rahmen der seit 2007 laufenden Breitband-Initiative.

Überlegungen darüber sind im Laufe der Zeit angestellt worden, wie man die Breitbandversorgung im ländlichen Raum deutlich verbessern könnte, so Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp. Darin enthalten ist der weitestgehende Komplettanschluss der Unterau und der Oberau an das Breitbandnetz. 90.000 Euro wird sich das der Markt Berchtesgaden kosten lassen. Mit maximal 70 Prozent aus Fördermitteln wird die Maßnahme bezuschusst.

Auf Landkreisebene sei damals der Entschluss gefallen, eine Studie anzustellen, die den Status quo der Breitbandversorgung innerhalb der Gemeinden feststellen würde. Darüber hinaus sollte – federführend war die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land - der Bedarf ermittelt werden. „Heraus kam, dass der Markt Berchtesgaden eine relativ gute Abdeckung aufweist“, sagt Bürgermeister Franz Rasp.

Hingegen sind es die Unterau und die Oberau, die bislang noch außen vor waren, nun soll eine Breitbanderschließung erfolgen. Zunächst hatte der Markt Berchtesgaden eine große Umfrage unter 450 Betrieben durchgeführt, „der Rücklauf war sehr hoch“, sagt er, von 50 Prozent ist die Rede. Eine Bestandsanalyse sei in einem solchen Fall für weitere Investitionen unausweichlich. Es folgte eine Markterkundung sowie ein Auswahlverfahren. Man habe Angebote für den Bereich Unterau und Oberau eingeholt, verglichen, sich letztlich für das der Telekom entschieden.

Für Maria Gern, für Hintergern und Obergern, etwa habe sich nicht einmal ein Unternehmen gefunden, das ein Angebot für eine Breitbanderschließung vorgelegt habe. Zu groß scheint der Aufwand, die Kosten immens. Eine flotte Internetverbindung bleibt dort zunächst Zukunftsmusik. Die einzige Möglichkeit: Richtfunklösungen, aber auch hier zeigt sich, dass die Kosten in keinerlei Relation stehen. Nach dem Wegfall des Telekom-Monopols liege es nun an den Gemeinden, anfallende Deckungslücken – was die Versorgung betrifft – auszugleichen.

Der Markt Berchtesgaden wird 90.000 Euro in die Breitbanderschließung investieren, so Bürgermeister Franz Rasp.

Der Markt Berchtesgaden nutzt nun die Gelegenheit, auch und vor allem wegen der Tatsache, dass es im Jahr 2011 noch eine Bezuschussung gibt. „Bis 70 Prozent, wovon wir in unserem Fall ausgehen“, so Bürgermeister Rasp gegenüber der Heimatzeitung. Maximal 100.000 Euro an Fördergeldern gibt es, Berchtesgadens Maßnahme belaufe sich auf ein Volumen von etwa 90.000 Euro, davon würden im besten Fall 70 Prozent gedeckt werden. „Wir haben uns für die Glasfasertechnik entschieden“, sagt Rasp, der mit der Richtfunklösung eine weitere Alternative der Breitbanderschließung in den Raum stellt. Allerdings habe diese innerhalb der Angebote wesentlich teurer abgeschnitten. Mit der Glasfasertechnik zeigt sich Rasp äußerst zufrieden, „die momentan zukunftsfähigste“ sei diese und das „auf absehbare Zeit.“

Für die Unterau und die Oberau müsse die Telekom 7885 Meter Glasfaserkabel verlegen – in vorhandene Leerrohre. Ganz ohne Grabungsarbeiten. „Nur zehn Meter echten Graben wird es geben“, erklärt Rasp, ein Idealfall für den Berchtesgadener Bürgermeister, der es in den letzten beiden Jahren mit vielen Baustellen zu tun hatte. Das Hauptaugenmerk liege auf dem Gewerbegebiet Gartenau.

Wann es denn mit der Breitbanderschließung losgehe? „Wir sind gerade noch bei der Antragstellung“, sagt Rasp, man warte auf den Genehmigungsbescheid, darauf, dass man grünes Licht erhalte. „Die Telekom hat angeboten, die Maßnahme innerhalb von zwölf Monaten umzusetzen.“ Wichtig sei, dass im Jahr 2011 begonnen werde, denn heuer gibt es noch jene hohen Fördergelder, die sich der Markt Berchtesgaden nicht entgehen lassen möchte.

Und auch in Zukunft wird der Markt darauf achten, etwa bei Kanalbauarbeiten in der Waltenbergerstraße am Salzberg, Leerrohre mitzuverlegen. Um – sofern die finanziellen Mittel irgendwann zur Verfügung stehen – auch dort zukunftsträchtige Techniken umsetzen zu können.

kp

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