Mehr Sicherheit im Ortsgebiet

Neue Ortseinfahrt für Bischofswiesen

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Bischofswiesen - Eine neue Ortseinfahrt muss her, so lautet der Wunsch vieler Bürger. Man soll besser erkennen, dass hier nicht nur eine Durchfahrtsstraße ist, sondern eine kleine Gemeinde. Die vergangene Gemeinderatssitzung brachte ein wenig Klarheit in die Möglichkeiten.

Endlich war es soweit, das Architekturbüro Rupp stellte dem Gemeinderat die Pläne für die neue Ortseinfahrt Nord in Bischofswiesen vor. Ab der Brücke, die über die Landstraße zum Götschen hinauf führt, soll die Umgestaltung ortseinwärts beginnen. Geplant sind pro Fahrtrichtung zwei Fahrspuren mit einer Breite von 4,50m, die durch eine erhöhte Verkehrsinsel mit einer Breite von 8m, von einander getrennt sind. Die Fahrzeuge müssen an dieser Stelle zukünftig abbremsen und einen leichten Schlenker nach außen machen.

Der Sinn dabei: Der Fahrer hat eine kürzere Sichtachse und fährt so wesentlich langsamer in die Ortschaft ein. Da die nächste Ampelkreuzung in unmittelbarer Sichtweite ist, wird nicht davon ausgegangen dass direkt nach der neuen Ortseinfahrt wieder losgerast wird. Im Gegenteil, die Fahrzeuglenker würden somit automatisch langsamer im Ort fahren, so Bürgermeister Thomas Weber.

Kein Nadelöhr

Um bei einem etwaigen Unfall oder einem liegengebliebenen Fahrzeug kein Nadelöhr zu provozieren, wurden extra pro Seite zwei Fahrstreifen geplant, falls eine Fahrbahn gesperrt werden müsste oder falls mal ein Schwerlastwagen mit Übermaßen den Ort passieren muss.

Außerdem wird es einen Entwässerungsgraben geben, da in diesem Gebiet bisher noch keine Entwässerung vorgesehen ist und einen Radweg. 

Baubeginn Anfang September

Los gehen sollen die Baumaßnahmen Anfang September bis circa Ende Oktober. Dass die Bahn zur gleichen Zeit, nämlich von Mitte September bis Mitte November die Bahnstrecke aufgrund von Baumaßnahmen sperrt, sehen die Planer trotz des Schienenersatzverkehrs nicht als Problem an. Der Verkehr auf der B20 soll lediglich an zwei Tage komplett gesperrt werden müssen.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Insgesamt werden für die Umgestaltung 452.110 Euro geplant. 171.950 trägt die Gemeinde, den Rest das Staatliche Bauamt. Die komplette Abwicklung des Projekts erfolgt über die Gemeinde. Kosten für die Gestaltung der Verkehrsinsel sind in der Summe noch nicht enthalten. In der Gestaltung sei die Gemeinde aber auch frei, so Bürgermeister Thomas Weber weiter.

Wie geht es weiter?

Nach der Vorstellung durch den Bürgermeister Thomas Weber und das Architekturbüro, wurden zunächst einige Stimmen laut, die den Preis für die Umgestaltung als zu hoch ansetzten und in Frage stellten ob insbesondere die einheimischen Fahrer nicht doch nach dem Bauwerk wieder Gas geben würden. "Markt Schellenberg hat es auch geschafft, durch ihre Blitzer die Raserei einzuschränken", so einer der Gemeinderäte. Auch ein zu tiefgreifender Eingriff in den Uferbereich wurde moniert, denn: "der Außenbereich der Umgestaltungszone liegt in einer Uferzone, die in einer Biotopkartierung enthalten ist", so ein weiterer Gemeinderat. 

Grünes Licht durch den Gemeinderat

Trotz aller Einwände überwogen letztendlich die Argumente für eine Fortsetzung des Projekts. "Das ist die wirtschaftlichste und einfachste Lösung. Wir wollten den Anfang und das Ende des Ortes kenntlich machen, um unseren Ortscharakter deutlicher hervorzuheben", so Thomas Weber und leitete zur Abstimmung über. Der Gemeinderat stimmte mit zwei Gegenstimmen für eine Fortführung des Projektes. Am 9. April kommt der Gemeinderat zu einem nicht-öffentlichen Workshop zusammen, um das weitere Vorgehen und die Durchführung zu besprechen.

BGLand24.de berichtet im Anschluss

Rubriklistenbild: © dpa

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