Architektenwettbewerb für das neue Rathaus

Was geschieht mit dem alten Rathaus in Bischofswiesen?

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Bischofswiesen - Bischofswiesen bekommt ein neues Rathaus. 115 Architekten aus ganz Europa haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Jetzt stehen die Preisträger fest.

Wie wird es wohl ausschauen das neue Rathaus? Thomas W eber, der erste Bürgermeister von Bischofswiesen und Josef Mittertrainer (Architekt und Stadtplaner bgsm München) haben die Preisträger und Finalisten präsentiert.

Bilder: So sehen die Pläne aus. Was passiert mit dem alten Rathaus?

Die beteiligten Architekten hatten die Wahl zwischen zwei Varianten. Variante A bezog sich auf Entwürfe, bei denen das alte Rathaus abgerissen werden soll. Variante B umfasst Entwürfe, bei denen das alte Rathaus mit einbezogen werden sollte.

Sieger Gruppe A

Platz 1 in der Gruppe A geht an die Architekten Neumann und Heinsdorff Architekten Part GmbH aus München.

Der kompakte Baukörper wirkt sehr klar strukturiert. Im Erdgeschoss sind die Bank geplant, das Bürgerbüro, die Tourismusinfo sowie die Bücherei. Im 1. Stock befinden sich Trauzimmer und Bürgersaal und im 2. Stock die Verwaltungsräume der Gemeinde. Die Tiefgarage unter dem Gebäude ist für bis zu 50 Fahrzeuge geplant. "Wir haben hier die notwendige Balance zwischen Sparsamkeit und Nutzung" so Thomas Weber. 

"Harte Schale - Weicher Kern!" Damit ist die Betonfassade gemeint die, so Thomas Weber: "Mir persönlich widerstrebt. Der graue Beton stört mich schon sehr, hier ist noch Verbesserungsbedarf!"

Sieger Gruppe B

Platz in der Gruppe B geht an H 2M Architekten + Stadtplaner GmbH aus Kulmbach.

Gruppe B hatte mit der Herausforderung zu kämpfen, das alte Rathaus mit einzubeziehen. Der Sieger in dieser Gruppe schlägt einen schmalen holzverschalten Neubau neben dem alten Rathaus vor der, so Thomas Weber: "sehr spannend und sehr rational wirkt." Bei dieser Variante sind zum Beispiel die Kellerflächen des alten Gebäudes als Nutzflächen mit eingeplant, allerdings kann vor Beginn der Baumaßnahmen nicht abschließend prognostiziert werden, ob das alles so funktioniert, denn: "ein Keller ist immer für Überraschungen gut", so Josef Mitterrainer.

Bei dieser Variante sind für das alte Gebäude im Erdgeschoss die Tourismusinfo und ein Cafe geplant und im 1. Stock und im Dachgeschoss die Bücherei. Das neue Gebäude soll im Erdgeschoss einen Bürgersaal bekommen (im vorderen Bereich) sowie die Bank (im hinteren Bereich). Im 1. und 2. Stock sollen die Verwaltungsräume der Gemeinde untergebracht werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Kürung der Preisträger bedeutet nicht, dass an die Finalisten auch schon Aufträge vergeben worden sind. Die Preisträger aus dem Wettbewerb sind nur sogenannte Planungsvarianten. Keine von ihnen ist perfekt und haben in mehr oder weniger Punkten Verbesserungsbedarf. Alle Finalisten haben zum aktuellen Zeitpunkt noch die Chance den Auftrag zu bekommen. 

Als nächstes müssen jetzt mit dem Gemeinderat die Kosten besprochen werden. Dazu werden mit allen Architekten aus der Finalrunde Gespräche geführt und Kritikpunte an den einzelnen Plänen besprochen.

In den kommenden Tagen hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich die Entwürfe anzuschauen. Do und Freitag von 14-18 Uhr bzw. Samstag von 10-14 Uhr ist die alte Turnhalle in Bischofswiesen ist zu diesem Zweck geöffnet.

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