Die Geschichte mit der Steinlaus

Steinbruch Bischofswiesen auf Loriots Spuren

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Bischofswiesen - Nur wenige Wochen ist es her, dass japanische Forscher ein plastikfressendes Bakterium entdeckt haben. Jetzt präsentieren Forscher angeblich ihre nächste Sensation.

UPDATE am Samstag:

April April!

Die plastikfressende Amöbe gibt es wirklich, die Steinlaus gab es mal bei Loriot und leider noch nicht bei der Firma Heitauer.

Aber diese hat sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, diesen Spaß mitzumachen!

Meldung am 1. April:

lapidem alio pediculum, so lautet der Arbeitstitel eines neuen Verfahrens, dass derzeit im Steinbruch Bischofswiesen getestet wird. Ins Deutsche übersetzt klingt die kleine Bakterie wesentlich sympathischer wie die plastikfressende Amöbe, die japanische Forscher entdeckt haben. Das Bakterium Ideonella sakaiensis 201-F6 hatzwei Enzyme, mit dessen Hilfe es den weit verbreiteten Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat) zerlegt. 

Der bayerische Steingourmet hingegen lautet "Steinlaus". Genau wie das plastikfressende Bakterium, nutzt die Steinlaus zwei Enyme, um das Natursteinmaterial in winzig kleine Staubpartikel zu zerlegen. Gute sieben Stunden benötigt die kleine Steinlaus, um einen Ziegelstein großen Block in einen teelöffelgroßen Staubhaufen zu zersetzen.

Kostenreduzierung

Bernhard Heitauer hingegen, der Inhaber des Bischofswiesern Steinbruchs hin gegen zeigt sich begeistert und meint: "Wenn wir es schaffen, den Hunger dieses kleinen Wesens für denAbbau von Schuttbergen bei Abbrucharbeiten zu nutzen, dann würden nicht nur wir als Unternehmer hohe Kosten sparen, es würden auch viele Baustellen schneller abgeschlossen und weniger Baureste die Landschaft verschandeln.

Bleibt nur die Frage, wann die ersten Tierschützer gegen den Einsatz der kleinen Amöbe für industrielle Zwecke beginnen zu protestieren.

Rubriklistenbild: © dpa

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