Bischofswiesen investiert 5,4 Millionen

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240.000 Euro werden in Bischofswiesens Schulturnhalle im Jahr 2011 investiert – unter anderen in den Hallenboden.

Bischofswiesen – Große Investitionsmaßnahmen kommen im Jahr 2011 auf die Gemeinde Bischofswiesen zu – insgesamt in Höhe von 5,4 Millionen Euro.

Davon rund 3,2 Millionen Euro aus Mittelbereitstellungen des Haushalts 2011 und 2,2 Millionen Euro aus Haushaltsresten des Vorjahres, die sich wegen zeitlicher Verzögerungen ergeben haben, so Kämmerer Robert Mayr in der jüngsten Bischofswieser Gemeinderatssitzung. Die großen Baumaßnahmen für das Jahr 2011 sind demnach der Neubau des Feuerwehrhauses sowie der Neubau des Kindergartens Insula – Baubeginn: jeweils dieses Frühjahr.

Das Feuerwehrhaus ist gegenüber dem Vorjahr unverändert weiterhin mit 2,48 Millionen Euro an Ausgaben eingeplant. Davon entfallen 2,08 Millionen Euro allein auf das Bauwerk. Neu hinzugekommen ist die feste Einplanung von 50.000 Euro Zuschuss des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen und – statt bisher 271.000 Euro – nun 351.000 Euro Staatszuschüssen. Beim Staatszuschuss erfolgte eine Erhöhung der Förderung je Stellplatz von 40.000 Euro auf 46500 respektive 57.000 Euro sowie eine geringfügige Erhöhung des Zuschusses für die Schlauchpflegeeinrichtung. Die Verbesserung beim Zuschuss ergebe sich, so Mayr, nun hauptsächlich wegen des von der Regierung von Oberbayern förderfähig anerkannten sechsten Stellplatzes. Dies war möglich, weil der bisher geplante Feuerwehr-Waschplatz nun als Wasch- und Stellplatz ausgestaltet wird. Geplant und beschlossen wurde in der Gemeinde Bischofswiesen ein Funktionshaus, das alle „grundlegenden Notwendigkeiten der Bischofswieser Feuerwehr“ abdeckt. „Nicht alle denkbaren Wünsche konnten realisiert werden“, so Mayr. Dies sei aber angesichts der Kosten voraussehbar gewesen.

Auch der Kindergartenneubau Insula stehe in den Startlöchern. Die Planung des Evangelisch Lutherischen Diakoniewerks sei abgeschlossen, die Baugenehmigung wurde erteilt. Die Planung mit drei Kindertagesgruppen geht aktuell von 1,58 Millionen Euro an Ausgaben aus. Die Gemeinde wird vereinbarungsgemäß 1,1 Millionen Euro als Baukostenanteil übernehmen. „Der gesetzliche Pflichtanteil zur Beteiligung beträgt 859.000 Euro“, sagte Kämmerer Mayr, „der freiwillige Gemeindeanteil rund 250.000 Euro. Die ersten Planungen eines Kindergartenneubaus reichen in das Jahr 2001 zurück. Schon damals hatte der Gemeinderat einen Baukostenzuschuss für die Insula beschlossen. Mit dem nun anstehenden Neubau für drei Kindergartengruppen wird, zusammen mit der gemeindlichen Kindertagesstätte Winkl, der Kinderkrippe Insula und dem Kinderhort Insula, der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Bischofswiesen vollständig gedeckt. In Sachen Schulbaumaßnahmen sollen in diesem Jahr weitere 442.000 Euro investiert werden, nachdem bereits in den letzten beiden Jahren 2,2 Millionen Euro ausgegeben wurden. So soll unter anderem die Schulturnhalle für zusätzliche 24.0000 Euro saniert werden – neben der Erneuerung des Turnhallenbodens stehen die Sanierung der Sanitäranlagen sowie die Erneuerung von Türen und Toren auf dem Plan. 250.000 Euro werden in den nächsten drei Jahren in den Brandschutz und die Sicherheit des Schulgebäudes fließen, weitere 70.000 Euro stehen für die Schulaula bereit, die zu einem multifunktionellen Mehrzweckraum umgestaltet werden soll. Weitere 32.000 Euro sind für Anschaffungen der Schule eingeplant, unter anderen der Ersatzkauf von Stühlen und Tischen, Schaukästen und Schultafeln.

Für den laufenden Straßenerhalt und Straßenbau stehen insgesamt 362.000 Euro zur Verfügung, erstmalig veranschlagt wurden Ausgaben für die Breitbanderschließung. Der Bischofswieser Gemeinderat hatte bereits im vergangenen Dezember beschlossen, dass für das Gewerbegebiet „Im Stangenwald“ eine Verbesserung des Internetanschlusses erfolgen solle. Der Haushalt stellt 100.000 Euro an Ausgaben für die Planung und Umsetzung bereit und geht von Staatszuschüssen in Höhe von 68.000 Euro aus. Ein großer Ausgabeposten für das aktuelle Haushaltsjahr sind Kanalbaumaßnahmen, die mit 678.000 Euro beziffert werden. Die größte Maßnahme hierbei ist die Kanalerweiterung Engedey mit einem Gesamtvolumen von 954.000 Euro, das sich über mehrere Jahre erstreckt. Für die Erweiterung des Kanals Loipl wird der Baubeginn indes erst auf das Jahr 2013 datiert – nach Abschluss der Planung und der Bewilligung von Zuschussmitteln. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf etwa 813.000 Euro. In Sachen Grundstücksverkäufen blickt die Gemeinde Bischofswiesen zuversichtlich in die Zukunft. „Aus den Grundstücksverkäufen der Jahre 2008 bis 2010 konnten heuer 147.000 Euro Einnahmen veranschlagt werden“, so Kämmerer Robert Mayr. Insgesamt können im Pfaffenfeld noch 17688 Quadratmeter Gewerbegrund verkauft werden. „Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 95 Euro pro Quadratmeter ergibt sich ein Wert von 1,68 Millionen Euro, die als Einnahmen noch anfallen können. 

kp 

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