Besuchermagnet feiert 10. Geburtstag

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Berchtesgaden - 10 Jahre Dokumentation Obersalzberg - das Jubiläum ist am Mittwochvormittag mit einem Festakt begangen worden. **Video**

Am 20. Oktober 1999 öffnete die Dokumentation ihre Pforten. Seitdem kann das Münchner Institut für Zeitgeschichte jährlich weit über 100.000 Besucher begrüßen. Vor allem Schulklassen kommen auf den Obersalzberg, um sich an historischer Stelle über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte zu informieren. Die Dokumentation Obersalzberg zeigt als einizige Ausstellung dieser Art in Deutschland die gesamte Geschichte des Dritten Reiches.

„Das Zwei-Säulen-Konzept für die zivile Nachnutzung des Obersalzbergs hat sich bestens bewährt! Die Dokumentation Obersalzberg besuchten mittlerweile mehr als 1,4 Millionen Menschen aus aller Welt. Die gelungene Darstellung hat weltweite Anerkennung gefunden“, stellte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer anlässlich des Festaktes „10 Jahre Dokumentation Obersalzberg“ am Mittwoch in Berchtesgaden fest.

Staatssekretär Franz Josef Pschierer vertrat Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon.

Die Dokumentation soll nach den Worten von Pschierer vor allem jungen Menschen Antworten oder zumindest Denkanstöße für die jüngere deutsche Geschichte bieten. Die Fragen könnten nur noch wenige Zeitzeugen beantworten. Umso wichtiger seien Einrichtungen wie die Dokumentation Obersalzberg, die die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur vor Augen führen und damit das „Nie wieder“ nicht zu einer inhaltsleeren Formel erstarren lassen, sondern zu einer gelebten Forderung an die Demokratie entwickelten. Garant für den hohen wissenschaftlichen Anspruch sei dabei von Anfang an das Institut für Zeitgeschichte gewesen. Gleichzeitig dankte er für die große Unterstützung der örtlichen Kräfte, die zur Einbindung der Dokumentation und hohen Akzeptanz vor Ort wesentlich beigetragen hätten.

Die Ausstellung am Obersalzberg ist, wie Pschierer hervorhob, die erste und bisher einzige in Deutschland, die die gesamte Geschichte des Dritten Reiches darstellt. Die zehn Jahre ihres Bestehens würden eine ungeahnte Erfolgsgeschichte darstellen: 1999 eröffnet, habe bereits im Mai 2007 der millionste Besucher begrüßt werden können. Der Juli dieses Jahres sei der besucherstärkste Monat mit 26.830 Besuchern seit Bestehen der Dokumentation gewesen.

„Geschichtsverdrängung hat auf dem Obersalzberg keinen Platz! Im Gegenteil: Hier ist ein bedeutender Ort des Nachdenkens über die NS-Gewaltherrschaft entstanden. Hier gelingt es in hervorragender Weise, Menschen für den schwierigsten Teil unserer Geschichte zu interessieren“, erklärte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon vorab.

Der Obersalzberg war das wichtigste Machtzentrum Adolf Hitlers. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde oberhalb Berchtesgadens fast alles zerstört. In der Dokumentation wird deshalb auch gezeigt, wie es dort oben einmal ausgesehen hat.

Rubriklistenbild: © cz

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