Bergretter voll gefordert

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Berchtesgaden - Innerhalb weniger Stunden mussten die Bergretter aus Berchtesgaden zu drei Alpineinsätzen in ihrem Einsatzgebiet ausrücken.

Zunächst mussten sie im Bereich Eiskapelle in St. Bartolomä ausrücken: Eine Frau war mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen. Der Notarzthubschrauber Christoph 14 aus Traunstein flog zu diesem Einsatz im Direktanflug und konnte die Patientin anschließend ins Krankenhaus fliegen.

Die Bergretter aus Berchtesgaden bereiteten sich unterdessen auf einen Unterstützungseinsatz der Fliegermannschaft vor. Noch bevor der Einsatz abgeschlossen war, kam der nächste Notruf: Bei einem Sturz im Bereich des Jenner hatte sich eine Person schwer verletzt. Nachdem der Notarzthubschrauber die erste Patientin im Krankenhaus abgeliefert hatte, flog er sofort zum Landeplatz der Bergrettung Berchtesgaden und nahm dort Bergretter auf. Da an der Unfallstelle nicht direkt gelandet werden konnte, mussten die Bergretter zu der verletzten Person absteigen. Anschließend wurde der Notarzt am Bergetau zum Verletzten geflogen. Nach erfolgter Versorgung brachte der Hubschrauber den Patienten und die Retter wieder mit Bergetau zurück zum Landeplatz, wo dann die Besatzung eines Rettungswagen den Patienten übernahm.

Nur weniger als eine Stunde später hieß es erneut ausrücken: Zwischen Hohem Brett und Hohem Göll hatte ein Bergsteiger Alarm ausgelöst - er war völlig erschöpft und konnte nicht mehr weiter. Nun drängte jedoch auch wegen einer dichten immer tiefer sinkenden Wolkenschicht die Zeit. Erneut kam der Notarzthubschrauber Christoph 14 aus Traunstein nach Berchtesgaden. Er landete am Landeplatz in Schneewinkl und ließ den Notarzt aussteigen. Außerdem wurden alle nicht benötigten Ausrüstungsgegenstände aus dem Hubschrauber für eine schnelle Rettung entfernt.

Anschließend flog der Hubschrauber zusammen mit einem Bergretter und dem Notfallsanitäter Richtung Einsatzstelle. Die immer tiefer sinkende Wolkenschicht machte die Suche nach dem auf rund 2200 Meter Höhe befindlichen Bergsteiger schwierig. Als man ihn aber dann endlich gefunden hatte, stieg der Bergretter aus der im Schwebeflug befindlichen Maschine aus, sicherte den Erschöpften und bereitete ihn für das Ausfliegen vor. Anschließend konnten mit vereinten Kräften der Erschöpfte und der Bergretter wieder in die im Schwebeflug befindliche Maschine einsteigen und ins Tal geflogen werden. Eine Untersuchung des Geretteten durch den Notarzt bestätigte, dass er lediglich erschöpft war.

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