Verärgerte Autofahrer an Ostern

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Die Bauarbeiten auf der Staatsstraße 2097 vor dem „Haus der Berge“ sind wieder in vollem Gang. „Wegen Regens“ war die Sperrung auch an den Osterfeiertagen nicht aufgehoben worden – trotz Ankündigung.

Berchtesgaden - Eigentlich wollte man die Sperrung beim „Haus der Berge“ über die Feiertage aufheben. Tat man aber nicht. Und versäumte darüberhinaus, die Autofahrer zu informieren.

Wegen des angekündigten Osterverkehrs war geplant, die Sperrung auf der Staatsstraße 2097 beim „Haus der Berge“ über die Osterfeiertage aufzuheben. 7000 Fahrzeuge werden dort jeden Tag gezählt. „Von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag“ – so lautete die offizielle Meldung beim Staatlichen Bauamt Traunstein, Bereich Straßenbau. Dann kam aber doch alles anders, die Sperrung blieb bestehen, „wegen angekündigter Regenfälle“, so Michael Moderegger vom Staatlichen Bauamt Traunstein. Die Autofahrer, die sich an der Meldung des Bauamts orientiert hatten, mussten einen kilometerlangen Umweg in Kauf nehmen. „Eine echte Schweinerei“, so ein Bischofswieser.

Michael Moderegger bestätigt, dass da einiges schief gelaufen sei in der vergangenen Woche. Denn ausgemacht war: Wenn es zu Änderungen auf der Baustelle käme, würde sich das Straßenbauamt melden, über Neuigkeiten umgehend informieren. So dass auch die Leser auf dem aktuellen Stand der Dinge sind. Der Entschluss, die Staatsstraße über die Osterfeiertage nun doch nicht zu öffnen, sei am Donnerstagabend gefallen, „gegen 17 Uhr“, so Moderegger. Ausreichend Zeit also, eine Mitteilung an die Presse auszugeben. Warum diese nicht erfolgt sei? „Gute Frage, ich weiß nicht, an was es gehakt hat“, so die Antwort. „Lieber“, sagt Moderegger, „wird es aber falsch gemeldet, als dass am Ende jemand zu Schaden kommt“. Wegen der für das Wochenende angekündigten Regenschauer hätten sich auf dem weichen Untergrund der Staatsstraße Pfützen bilden können, da bereits die Deckschicht abgenommen worden war. „Im schlimmsten Fall hätten Fahrzeug auf dem Boden aufgesessen und wären eigenständig nicht mehr weggekommen“, sagt der Bauamts-Mitarbeiter. Bis zum Donnerstag war man bei den Verantwortlichen vom Straßenbauamt noch davon ausgegangen, die Staatsstraße von Karfreitag bis einschließlich Montag öffnen und damit die Durchfahrt gewähren zu können. „Bei einer vorliegenden Verkehrsgefährdung hätten wir für auftretende Schäden aber die Verantwortung getragen und wären zur Haftung gezogen worden“. Dass das Straßenbauamt nicht richtig koordinieren könne, weist Peter Maltan, Leiter der Abteilung Straßenbau S1, entschieden von sich. Trotzdem sagt er: „Wir vom Straßenbauamt hätten rechtzeitig informieren müssen.“ Den Autofahrern, die die vergangenen vier Tage am „Haus der Berge“ vorbeifahren wollten, nutzt das nun nichts mehr. „Jetzt darf ich wieder den Umweg fahren“, ärgerte sich ein Bischofswieser Fahrzeuglenker am vergangenen Samstag, der die Meldung gelesen hatte und nun – sauer – vor jenem Bagger steht, der seine Schaufel quer über die Staatsstraße beim „Haus der Berge“ gelegt hat und die Fahrbahn blockierte. Eine „echte Schweinerei“ sei das. Man hätte sich im Vorfeld überlegen sollen, ob es realistisch sei, zu öffnen oder nicht. Selbst wenn presseseitig nichts bekannt war – die

Polizeiinspektion Berchtesgaden war frühzeitig über die bleibende Sperrung informiert worden. Jedoch nicht durch das Straßenbauamt, sondern vom Landratsamt Berchtesgadener Land. Dort hatte man immerhin eine Meldung rausgegeben.

kp

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